Viele Hände – schnelles Ende

Schmölln  27 Frauen, Männer und Kinder helfen mit beim Arbeitseinsatz zwischen Sprottebrücke und Schmöllner Knopfmuseum.

Ingrid Hennig wurde am Samstag gar nicht müde beim ­Unkraut jäten.

Ingrid Hennig wurde am Samstag gar nicht müde beim ­Unkraut jäten.

Foto: Jana Borath

Nach gut drei Stunden Arbeitseinsatz war Uwe Brenn glücklich und wirklich überwältigt: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. So viele Helfer, so tolle Teamarbeit und wir haben so viel geschafft. Es war ein echter Kraftakt“, blickte er zufrieden zurück auf den Arbeitseinsatz am Samstag auf rund 500 Metern entlang des Wanderweges in Schmölln zwischen Parkplatz bei der Textilreinigung und Wäscherei Blab sowie Knopfmuseum, den er ­organisiert hatte.

Seine Befürchtung, die Zahl der Helfer würde sich auf lediglich fünf, sechs Freiwillige beschränken, war unbegründet. Am Samstagmorgen pünktlich um 8.30 Uhr waren 27 Männer, Frauen und auch Kinder zur Stelle, um mit ihm gemeinsam anzupacken.

Zu tun gab es reichlich: Hecken verschneiden, Unkraut jäten, Büsche und Sträucher zwischen Sprottebrücke und Knopfmuseum stutzen, Müll aufsammeln oder den Wasserdurchfluss im Wehr verbessern. All das stand auf dem Zettel der Freiwilligen – und all das wurde innerhalb von gut drei Stunden geschafft. „Viele Hände, schnelles Ende“, freute sich Uwe Brenn, der auf den Wegen zwischen Sprottebrücke und Museum hin und her sauste, mit anfasste, lobte und ­anspornte.

Motiviert waren alle, die für diesen Arbeitseinsatz ihren Samstagvormittag opferten. Francis Herglotz beispielsweise: „Ich bin im Angelverein. Schon deswegen finde ich, dass die Sprotte sauber sein soll“, sagte er. Zuvor war er mit seiner Wathose am Wehr unterwegs gewesen, hatte Glasflaschen, Plastikmüll und Tüten herausgefischt und so den Durchfluss verbessert. „Ist doch schön, wenn unser Schmölln sauber ist“, sagte er.

Womit er mit der Marie-Teres einer Meinung ist. Das Mädchen war mit dem kleinen Team von The Base am Start beim Arbeitseinsatz. „Überreden musste man mich nicht. Ich bin für eine saubere Umwelt und will auch gerne etwas dafür tun. Deshalb helfe ich hier mit.“

Ebenso vertreten war der Schmöllner Heimat- und Verschönerungsverein mit einer kleinen Abordnung. „Wir sind mit fünf Leuten da“, so Ingrid Hennigs, stellvertretende Vereinschefin. Und die Teilnahme an diesem Arbeitseinsatz war für sie keine Frage. „Es geht doch darum, unsere Stadt ein bisschen schöner zu machen“, erklärt sie.

Guido Gießwein freute sich richtig, mit helfen zu können. „Ich arbeite in Schichten, bin am Wochenende also viel unterwegs. Ich freue mich, dass es nun endlich mal geklappt hat und ich mitmachen kann“, sagte der Schmöllner. Er gehörte zu jenen, die am Samstag keine Angst vor Wasser hatten und auch in der Sprotte aufräumten.

Andreas Kretschmer wohnt direkt an dem Wanderweg, der hin zum Knopfmuseum führt. Als er am Samstag aus seinem Fenster blickte, staunte er nicht schlecht über die vielen emsigen Arbeiter, die dort für Ordnung sorgten.

„Das ist ja toll, dass sich Leute heutzutage einfach so zusammentun und gemeinsam einen Arbeitseinsatz starten“, lobte er ehrlich erfreut. Er hatte von dem Aufruf Uwe Brenns im Vorfeld nichts mitbekommen. „Jetzt weiß ich Bescheid. Beim nächsten Mal bin ich ganz sicher mit dabei. Da hätte ich echt Lust drauf.“

„Ich bin so froh“, bedankte sich Organisator Brenn bei allen Beteiligten nach getaner Arbeit. „Gemeinsam haben wir es geschafft, dass unser Schmölln wieder ein kleines Stück sauberer geworden ist.“ Zugleich bedankte er sich auch bei all jenen, die auf andere Weise halfen: Sponsoren unterstützten die Aktion, indem sie Getränke, Essen, Werkzeuge, die Container und Fahrzeuge bereitstellten. Auch der Bauhof der Stadt war am Samstag mit unterwegs.

Zu den Kommentaren