Altenburger Land. Die momentanen Bibbergrade lassen noch nicht an Frühling denken. Welche farbenfrohen Boten dennoch die wärmere Jahreszeit ankündigen.

  • Welche Frühlingsboten zur Zeit gern gekauft werden.
  • Immer die letzten im Frühjahr, doch der Gärtner kann das beeinflussen.
  • Warum es bis vor kurzem noch einige letzte Weihnachtsprodukte gab.

Die aktuell frostigen Temperaturen lassen viele Menschen in der Region Altenburger Land auf einen baldigen Frühlingsanfang hoffen und somit auf Plusgrade. Mit dem Frühling eng verbunden ist immer eine bunte Blütenpracht, die den Winter dann endgültig hinter sich lässt. „Momentan kaufen die Menschen in der Region bei uns in der Gärtnerei die Frühlingsboten wie beispielsweise Primeln aber nur für drinnen, denn der Boden draußen ist ja noch gefroren“, weiß Janet Romisch aus der Altenburger Gärtnerei Mahler. „Ab März, wenn es dann frostfrei ist, startet auch die Zeit, wo die Primeln in den Garten gesetzt werden. Jetzt stellen sich viele die Primeln auf den Tisch, damit es schön bunt aussieht. Primeln müssen an sich raus. Und Hyazinthen werden ebenfalls gerade gern gekauft – wegen dem Duft“, so Romisch.

Janet Romisch aus der Gärtnerei Mahler mit einer Primel.
Janet Romisch aus der Gärtnerei Mahler mit einer Primel. © Kathleen Niendorf/ OTZ | Kathleen Niendorf

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Weihnachtsprodukte weichen nur langsam aus den Gärtnereien im Altenburger Land

Noch bis vor kurzem wurden die letzten weihnachtlichen Artikel aus den Gärtnereien im Altenburger Land abverkauft, so etwa Weihnachtssterne, die es noch für einen Euro in Klausa zu erwerben gab.

In der Gärtnerei Mahler in Klausa wurden Weihnachtssterne bis vor kurzem reduziert verkauft.
In der Gärtnerei Mahler in Klausa wurden Weihnachtssterne bis vor kurzem reduziert verkauft. © Kathleen Niendorf/ OTZ | Kathleen Niendorf

Frühlingsboten sind laut der Gartenexpertin Janet Romisch vor allem Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Narzissen. „Ja, Narzissen ja unbedingt. Aber der Boden darf eben auch nicht zu kalt sein. Die Blumen sind ja auch alle vom Gärtner vorgezogen, der kann sich ja alles so passend bauen, wie er es braucht. Heißt, dass beispielsweise die Tulpen ja sonst erst so im April oder Mai kommen würden, nun aber eben auch früher. Tulpen sind sonst im Frühjahr immer die letzten in der Natur.“

Zudem blühen laut Romisch die Primeln sogar manchmal zweimal im Jahr. „Die sind ja aus dem Gewächshaus. Aber es gibt wirklich wunderschöne Farben, die viel gekauft werden.“

Eine riesige Ladung Primeln für Windischleuba

Im Obi-Baumarkt in Windischleuba gibt es jeden Donnerstag Ware. „Wir haben diese Woche richtig viele Primeln bekommen, der Frühling kommt also langsam zu uns, auch wenn es draußen noch nicht so aussieht. Die Weihnachtswaren müssen weichen“, so Verkäuferin Jana Enke, die bereits seit 20 Jahren hier für die Pflanzen zuständig ist. „Sonst habe ich regulär die Baumschule, aber ich bin immer schon für die Pflanzen verantwortlich.“ Laut der Pflanzenexpertin werden neben Primeln oder Hyazinthen auch Zimmerpflanzen wie Alpenveilchen derzeit gern gekauft, um dem Grau entgegenzuwirken.

Eine bunte Blütenpracht für zu Hause gibt es schon jetzt in den Gärtnereien der Region.
Eine bunte Blütenpracht für zu Hause gibt es schon jetzt in den Gärtnereien der Region. © Kathleen Niendorf/ OTZ | Kathleen Niendorf