Gößnitz. Der Knoten in Gößnitz wird umgebaut. Warum im Sommer eine Totalsperrung ansteht und was dann konkret passiert.

  • Welche neue AG es seit 1. Januar 2024 gibt.
  • Was die DB in Gößnitz nun plant.
  • Warum eine Vollsperrung im Sommer nötig ist.

Zur öffentlichen Ausschusssitzung am Montag waren Vertreter der Deutschen Bahn (DB) vor Ort, um ihr Konzept vorzustellen, was in diesem Jahr in Gößnitz geplant ist. Unter anderem Uwe Sieber, Leiter Technik des Abschnittes Leipzig – Hof der Sachsen-Franken-Magistrale.

Neue AG gegründet

Seit dem 1. Januar gibt es ein neu gegründetes Unternehmen: DB InfraGO AG. Das ist ein bundeseigenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, welches am 27. Dezember 2023 durch Umbenennung der DB Netz sowie Verschmelzung der DB Station&Service in dieses Unternehmen entstanden ist.

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Zunächst einmal wurde auf die Frage, wieso in Gößnitz kein ICE hält, von Uwe Sieber mit einem „Keine Ahnung, das können wir nicht sagen“, geantwortet. Ziel ist es jedoch, dass bis 2026 der Schienen-Ast auf der Strecke von Leipzig bis Hof final fertiggestellt sein soll. „In Gößnitz haben wir letztes Jahr begonnen zu bauen. Der Abschnitt Gößnitz bis Crimmitschau wird dann 2024 gebaut werden. Wir bauen auch in Altenburg und wollen dieses Jahr fertig werden“, so die DB. So soll dann perspektivisch 2025 bei Werdau gebaut werden und 2026 die südlichen Abschnitte. Ende 2026 soll schließlich die komplette Strecke stehen, inklusive elektrischen Stellwerken und modernster Technik.

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Vollsperrung an Bahnhöfen im Altenburger Land geplant

Geplant sei, laut der DB, dass vom 8. Juli 2024 bis zum 2. September 2024 kein Zug fährt. Hier gibt es eine Totalsperrung im Sommer, aufgrund der erwähnten Bauarbeiten. Das betrifft neben Gößnitz zum Beispiel auch Altenburg. Einen Schienenersatzverkehr soll es jedoch geben. „Das war alles ursprünglich auch mal ganz anders geplant, aber die Bautechnologie wurde umgestellt“, hieß es am Montag in Gößnitz.

Zudem wird eine Brücke direkt neben der Strecke gebaut und dann eingeschoben. Am Knoten in Gößnitz werden zum Zeitpunkt der Sperrung zudem unter anderem Oberleitungsarbeiten ausgeführt.

Altenburger Land: Abstimmung in Gößnitz über Bahnsteigdach

Abgestimmt wurde vor Ort im Sitzungssaal des Rathauses noch über das Bahnsteigdach auf Bahnsteig 1/2. Hier gab es drei mögliche Varianten zur Auswahl. Variante 1: Der Wiederaufbau, Variante 2: Neubau und Variante 3: Wetterschutzhäuser. Gegen Variante 1 sprach, dass die Finanzierung problematisch werden würde aufgrund der Kostensteigerung. Für Variante 2 ist die Finanzierung auch problematisch, da sie nicht zuwendungsfähig ist. Dennoch wurde sich für Variante 2 entschieden, da die Prämisse ein Dach ist und keine Wetterschutzhäuschen. So soll nun das vorhandene Bestandsdach zurückgebaut und entsorgt werden. Der Neubau erfolgt dann in Anlehnung an das alte Dach.

Zudem wird in Gößnitz barrierefrei gebaut werden, mit Aufzug und einer Rampe auf beiden Seiten.