Guteborn. Petra Lowe über die mehrtägige Demonstration am Netto-Zentrallager in Guteborn und wie viele Fragezeichen dahinter stehen.

Demonstranten, ob Klimaaktivisten, Lokführer, Bauern - alle sagen, was ihr Ziel ist. Die einen wollen ein besseres Klima, andere mehr Geld, weniger Arbeit oder keine Verteuerung. Der Gründe gibt es viele zu demonstrieren und wir dürfen das. In Guteborn aber stellt sich die Frage nach dem Ziel des Protestes. Bauern, Handwerker und Spediteure stehen auf der Altenburger Straße. Doch anstatt als Demo vorbeizuziehen, verharren sie drei Tage vor einem einzigen Gebäude, dem Netto Zentrallager.

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Wegen der Verkehrssicherheit, sagt die Stollberger Mitorganisatorin. Wirklich? Sie kommt von weither. Ist Guteborn so bedeutsam? Hier verläuft die Grenze Thüringen/Sachsen – sichert das mehr Öffentlichkeit? Ein Protest mit allgemeinem Postulat gegen die Ampel scheint doch aber überall gern gesehen. Warum also Netto? Seit Jahren ist der Discounter verlässlicher Arbeitgeber in der Region. Skandale? Aktuell keine. Ist Netto nur das Opfer von allen? Verfehlte Politik, Zorn auf Veränderungen und verfehlter Protest? Wirtschaftlich werden diese drei Tage Auswirkungen haben auch auf Zulieferer, Handwerker, Spediteure und Kunden. Die Frage bleibt: Warum Netto in Guteborn?

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