Gößnitz. Gößnitz beschließt im Stadtrat am Mittwoch die höheren Kindergarten-Beiträge: Ab wann die neuen Tarife nun wirklich gelten.

Der Gößnitzer Haupt- und Finanzausschuss hatte vor der Stadtratssitzung am Mittwoch dem Stadtrat empfohlen, die Erhöhung der Elternbeiträge ab dem 1. März 2024 zu beschließen (OTZ berichtete). Diese Empfehlung führte nun schließlich zum Beschluss. „Die Erhöhung der Elternbeiträge wurde zur Stadtratssitzung beschlossen. Es gab 11 Ja-Stimmen, lediglich 2 Gegenstimmen und keine Enthaltungen“, so Hauptamtsleiterin Franciska Lehnert.

Demnach sollen ab März in der Ganztagsbetreuung für das 1. Kind 242 Euro erhoben werden, für das 2. Kind 222 Euro und für jedes weitere Kind 202 Euro. Für die Halbtagsbetreuung werden für das erste Kind 169,40 Euro fällig, für das 2. Kind 155,40 Euro und für jedes weitere Kind 141,40 Euro.

Der Hintergrund für die Anpassung der Elternbeiträge ist folgender: Die Kosten im Haushaltsplan 2024 für die Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten „Burattino“, „Knirpsenland“ und evangelischer Kindergarten belaufen sich auf 1.088.300 Euro und sind somit um 99.500 Euro höher als im Plan für das Haushaltsjahr 2023.

Diese Mehrkosten ergeben sich aus Tarifsteigerungen bei den freien Trägern, allgemeinen Preissteigerungen und damit verbundenen erhöhten Sachkosten. Außerdem verringern sich die Kinderzahlen zusehends, wodurch auch die Zuweisungen des Landes geringer ausfallen. Durch die Erhöhung der Elternbeiträge um 22 Euro pro Kind werden rund 25.000 Euro der Kostensteigerung abgedeckt. Es verbleiben somit insgesamt 75 Prozent der Mehrkosten bei der Stadt.

So verteilen sich Finanzierungsanteile an der Kinderbetreuung in Gößnitz im Anschluss an die Erhöhung der Elternbeiträge wie folgt: Das Land rund 26 Prozent, die Eltern rund 16 Prozent und die Stadt rund 58 Prozent. Die letzte Erhöhung der Elternbeiträge in den Einrichtungen erfolgte zum 1. März 2023, also ein Jahr zuvor.