Gößnitz. In Gößnitz müssen Eltern für die Kinderbetreuung tiefer in die Tasche greifen. Das hat mehrere Gründe, unter anderem weniger Kinder.

In der letzten Sitzung des Haupt-und Finanzausschusses am 16. Januar in Gößnitz wurde dem Stadtrat nahegelegt, die Elternbeiträge ab dem 1. März 2024 zu erhöhen.

Grund dafür ist folgender: Die Kosten im Haushaltsplan 2024 für die Betreuung der Kinder in den Kindertagesstätten „Burattino“, „Knirpsenland“ und evangelischer Kindergarten belaufen sich auf 1.088.300 Euro und sind somit 99.500 Euro mehr als im Plan für das Haushaltsjahr 2023 vorgesehen. Diese Mehrkosten ergeben sich aus Tarifsteigerungen bei den freien Trägern, allgemeinen Preissteigerungen und damit verbundenen erhöhten Sachkosten.

Außerdem verringern sich die Kinderzahlen zusehends, wodurch auch die Zuweisungen des Landes geringer ausfallen. „Die Eröhung erfolgt, weil einfach alles deutlich teurer wird. Ob das freie Träger sind oder nicht, das macht keinen Unterschied“, so Hauptamtsleiterin Franciska Lehnert.

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Durch die Erhöhung der Elternbeiträge um 22 Euro pro Kind werden rund 25.000 Euro der Kostensteigerung abgedeckt. Es verbleiben somit 75 Prozent der Mehrkosten bei der Stadt. Insgesamt verteilen sich die Finanzierungsanteile an der Kinderbetreuung in Gößnitz im Anschluss an die Erhöhung der Elternbeiträge wie folgt: Land rund 26 Prozent, Eltern rund 16 Prozent, Stadt rund 58 Prozent. Die letzte Erhöhung der Elternbeiträge in den Einrichtungen erfolgte zum 1. März 2023.