Junge Töpferin hat in Arnstadt einen guten Start

Arnstadt.  Die junge Thüringerin Tina Trautvetter führt die Töpferei Kröner und auch deren Tradition der Weihnachtsausstellung fort.

Tina Trautvetter hat sich mit der Töpferei Kröner in Räumen neben der Kunsthalle in Arnstadt selbstständig gemacht. Hier hilft sie Marta (8) aus Leipzig bei der Weihnachtsausstellung, aus Ton eine Meerjungfrau zu formen.

Tina Trautvetter hat sich mit der Töpferei Kröner in Räumen neben der Kunsthalle in Arnstadt selbstständig gemacht. Hier hilft sie Marta (8) aus Leipzig bei der Weihnachtsausstellung, aus Ton eine Meerjungfrau zu formen.

Foto: Antje Köhler

Die Werkstatt ist ausgeräumt und bietet Platz für ein Töpfer-Café. Natürlich wird der Kaffee aus Tassen aus der eigenen Werkstatt getrunken. Darauf sieht man einheimische Tiere wie Igel, Maus, Marienkäfer, Maulwurf und Rabe. Diese gefallen nicht nur Kindern, aber denen ganz besonders.

Seit Februar dieses Jahres führt Tina Trautvetter die Töpferei Kröner – ehemals in Kahlwinkel in Sachsen-Anhalt ansässig – in Arnstadt in der Angelhäuer Straße fort. Es war eine ganz klassische Firmenübernahme, wie die Inhaberin erklärt. Sie fertigt das Fayence-Geschirr mit den sympathischen Motiven auf der Töpferscheibe nach vorgegebenen Formen und Maßen - Tassen, Teller, Suppenschalen bis hin zu Teekanne und Stövchen. Auch Einzelanfertigungen nach Kundenwünschen, unter anderem für Hochzeiten und Taufen, sind möglich.

„Ich habe ein gut funktionierendes Unternehmen. Es war nicht einfach, aber der Start ist gelungen“, sagte die Thüringerin, die mit ihrem Mann auch in Arnstadt wohnt. Sie hat Manufakturporzellanmalerin gelernt und in Schloss Nymphenburg in München gearbeitete. Vor zwei Jahren lernte sie Madleen und Konrad Kröner kennen, absolvierte in deren Töpferei einen Crash-Kurs und entschied sich schließlich für die neue berufliche Herausforderung in der Heimat.

Sammler nehmen weite Wege auf sich

Übernommen hat die 30-Jährige von Familie Kröner auch die Tradition von Weihnachtsausstellungen im November, inklusive selbst gebackener Plätzchen, zu der sich neben Interessierten aus der Region stets Sammler einfinden. Denn jedes Jahr kommt ein neues Tiermotiv hinzu, 2019 war es ein braunes Eichhörnchen. Was sie für das kommende Jahr entworfen hat, bleibt geheim bis zum Frühlingsfest, erklärte Tina Trautvetter.

Zu ihrer ersten Weihnachtsausstellung gab sich die Kundschaft die Klinke in die Hand. „Ich bin verliebt in das Zeug, die Tiere wirken so natürlich. Für mich ist das ein Stück Heimat“, meinte Gabriele Krug, die aus Billroda bei Rastenberg stammt und inzwischen im fränkischen Erlangen zu Hause ist. Auf dem Weg zu den Eltern machte sie eine Abstecher nach Arnstadt.

Tina Trautvetter verkauft ihre kunstvoll bemalte Tonware in der eigenen Werkstatt im Erdgeschoss neben der Kunsthalle, außerdem über einen Online-Shop und auf Märkten unter anderem in Erfurt, Jena, Naumburg und Weimar.

Die junge Frau will sich auch am Tag der offenen Töpferei im kommenden Jahr wieder beteiligen und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Nächste Weihnachtsausstellung am 16./17. November von 11 bis 17 Uhr, Angelhäuser Straße 1 in Arnstadt.

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