Baubeginn für moderne Bootseinlassstelle bei Saalburg

Saalburg.  Ab dem kommenden Frühjahr soll die Anlage am Wetteraweg genutzt werden können

Symbolischer Baubeginn: am Wetteraweg bei Saalburg entsteht jetzt eine befestigte Einlassstelle für Sportboote. Christian Oehler vom C. O. Landschaftsbau Möschlitz, Fachbereichsleiter Jens Heynisch, Landrat Thomas Fügmann, Straßenmeister Michael Aust, Andreas Freund als Fachdienstleiter Kreisstraßen und Auftragnehmer Philipp Hönisch (von links) vollzogen den Auftakt.

Symbolischer Baubeginn: am Wetteraweg bei Saalburg entsteht jetzt eine befestigte Einlassstelle für Sportboote. Christian Oehler vom C. O. Landschaftsbau Möschlitz, Fachbereichsleiter Jens Heynisch, Landrat Thomas Fügmann, Straßenmeister Michael Aust, Andreas Freund als Fachdienstleiter Kreisstraßen und Auftragnehmer Philipp Hönisch (von links) vollzogen den Auftakt.

Foto: Peter Hagen

Ab dem kommenden Frühjahr werden Bootsbesitzer wesentlich bessere Bedingungen vorfinden, wenn sie im Bereich des Wetteraweges bei Saalburg ihre Gefährte zu Wasser lassen. Am Mittwoch erfolgte der symbolische Spatenstich, mit dem der Bau startet.

Während in der Vergangenheit die Entwicklung des Tourismus am Thüringer Meer vorrangig durch private und kommunale Projekte erfolgte, gibt es nun auch ein bedeutendes Vorhaben, für das der Landkreis den Hut aufhat. In einem ersten Schritt werden 145.000 Euro in eine Rampe investiert, an der dann bis zum Frühjahr noch ein Schwimmsteg installiert wird. Die gesamte Baumaßnahme wird zu 90 Prozent durch den Freistaat Thüringen gefördert, informierte Landrat Thomas Fügmann (CDU). „Das wird zugleich eine Musteranlage“, hob er die Bedeutung des Projektes hervor, wonach es denkbar sei, dass ähnliche Einlassstellen später auch anderenorts, wie am Hohenwartestausee, folgen könnten.

Regionale Unternehmen beteiligt

Verantwortlich für die Bauausführung ist die Firma Hönisch aus Hartmannsdorf, als Subunternehmen agiert der C. O. Landschaftsbau aus Möschlitz, womit die Umsetzung der Baumaßnahmen in den Händen regionaler Unternehmen liegt. „Wir freuen uns, bei einem derartigen Leuchtturmprojekt mitwirken zu können“, sagte Philipp Hönisch, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens. Dass einige besondere Herausforderungen zu meistern sind, deutete Peter Feine vom zuständigen Ingenieurbüro an, in dessen Händen die Projektierung der Einlassstelle lag. „Der Standort ist nicht der günstigste, weil es eine sehr flache Uferstelle ist“, verdeutlichte Peter Feine, „aber mit der gewählten Konstruktion wird es uns gelingen.“

Niedriger Pegel erleichtert Baumaßnahme

Positiv auf das Bauvorhaben wirkt sich der gegenwärtig niedrige Pegel im Stausee aus. „Das Zeitfenster ist eng“, betonte Fügmann, „bis März muss die Baumaßnahme abgeschlossen sein, denn dann wird Vattenfall wieder mit dem Anstauen beginnen.“ Dann soll auch der 16 Meter lange Schwimmsteg installiert werden, dessen Module während der Wintermonate entstehen und am Ufer so montiert werden, dass er jederzeit mit den Pegelschwankungen im Gewässer mitgeführt werden kann. Dieser Steg ist dafür vorgesehen, dass die Boote beim Trailern vorübergehend festgemacht werden können, während die Transportfahrzeuge zum Parkplatz am Wetteraweg gebracht werden. Damit soll insgesamt mehr Ordnung an der Einlassstelle einkehren.

Vattenfall genehmigte den Eingriff

Die Rampe, deren Baubeginn nun erfolgte, wird aus einer 90 Meter langen und vier Meter breiten Stahlbetonplatte entstehen. Zwischen ihr und dem Wetteraweg soll eine zirka 30 Meter lange Wegeverbindung aus ungebundenem Material gebaut werden. „Da gebührt auch dem Unternehmen Vattenfall als Eigentümer der gesamten Stauanlage großer Dank für die Kooperation“, verwies Andreas Freund, Fachdienstleiter Kreisstraßen, auf den Umstand, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, an einer vorrangig für den Hochwasserschutz errichteten Betriebsstätte ein derartiges Projekt umzusetzen, das ausschließlich dem Tourismus dient.