Politik

CDU sollte nicht die Selbstachtung verlieren

Bad Lobenstein.  Die 75-jährige Bad Lobensteiner Stadträtin warnt vor einem Pakt zwischen CDU und AfD.

Ursula Preiß (AUF), mit 75-Jahren die älteste Stadträtin Bad Lobensteins.

Ursula Preiß (AUF), mit 75-Jahren die älteste Stadträtin Bad Lobensteins.

Foto: Frank Weidermann

Als „Machtspiele der CDU“ bezeichnet die Bad Lobensteiner Stadträtin Ursula Preiß (AUF) das Vorgehen der Thüringer CDU, in Gespräche mit allen Parteien zu gehen – also auch mit der AfD. „Als ich in der Schule war, haben wir da in Geschichte erfahren, wie Hitler 1933 an die Macht kam. Auch die CDU-Politiker haben das mal gelernt“, sagt die 75-Jährige. Sie sollten sich daran erinnern, was damals geschehen ist. Wenn die AfD erst einmal einen Fuß in der Tür der Regierungsverantwortung habe, werde es sehr gefährlich, warnt Ursula Preiß.

„Da stehen mir jetzt die Haare zu Berge, wenn ich höre, dass die CDU mit der AfD vielleicht paktieren will. Björn Höcke ist für mich ein Faschist. Einmal Buchenwald hat gereicht. Ein zweites Buchenwald brauchen wir nicht“, kommentiert sie. Jeder, der die AfD wähle oder erwäge, mit dieser zu paktieren, sollte vorher die Gedenkstätte Buchenwald besuchen.

Die CDU sollte nicht ihren Stolz und ihre Selbstachtung verlieren, indem sie um jeden Preis mit in die Regierungsverantwortung gehen will und dafür auch mit der AfD in Gespräche ginge. „Es wäre schade um die CDU“, schließt die 75-Jährige, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagiert und die Kleiderkammer Bad Lobensteins betreibt.

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