Meine Meinung

Des Müllers Lust

Sophie Filipiak über die Nachhaltigkeit des Wanderns

Sophie Filipiak

Sophie Filipiak

Foto: Andreas Wetzel

Viele Deutsche mussten in diesem Jahr auf liebgewonnene Traditionen verzichten. Kein Pauschalurlaub in die Türkei, kein Durchfeiern auf Mallorca oder Ibiza und kein Städtetrip nach Barcelona. Die Corona-Krise zwang viele dazu neue Wege zu gehen. Einige nahmen das wortwörtlich, investierten in eine Wanderausrüstung und erkundeten die Heimat. Dabei gibt es einiges zu entdecken, nicht nur auf dem Rennsteig, sondern auch auf dem Saale-Radweg oder dem Kammweg. Wandern bedeutet nachhaltigen Tourismus. Sicher werden Wanderer ebenso wenig die Klimawende entscheidend voranbringen wie Fahrradfahrer, aber sie tun sich selbst aber auch der Wirtschaft vieler Orte fernab der Tourismushochburgen etwas Gutes. Ob zu Fuß oder auf dem Rad: Ist man auf einem der vielen Wanderwege unterwegs, hat das einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. Man kann abschalten vom hektischen Alltag und ein tiefer Atemzug der frischen Luft ist für die Lungen so viel besser als der abgasverseuchte Mief in den Großstädten. Pensionen, Hostels und Gaststätten an den größeren und bekannteren Wegen, wie dem Rennsteig, profitieren vom Wandertourismus, denn die Bewegung an der frischen Luft macht müde und hungrig. So profitieren auch die Kommunen durch die sportlichen Touristen.