Diakonie-Quartiershaus Wannenbad in Wurzbach ist eingeweiht

Wurzbach.  Zur Eröffnung gab es einen Segen für das Gebäude und die Mitarbeiter der Einrichtung. Die Vorarbeit leistete die Allianz für Menschen mit Demenz.

Zur Einweihung des Diakonie-Quartiershaus Wannenbad in Wurzbach hatten sich viele Gäste und auch Bewohner zusammengefunden. 

Zur Einweihung des Diakonie-Quartiershaus Wannenbad in Wurzbach hatten sich viele Gäste und auch Bewohner zusammengefunden. 

Foto: Sophie Filipiak

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Das Diakonie-Quartiershaus Wannenbad in Wurzbach wurde nun offiziell eingeweiht. Dabei wurde vor allem den Akteuren gedankt, die dieses Projekt erst möglich machten.

„Das ist keine Eintagsfliege“, betonte Klaus Scholtissek, Geschäftsführer der Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein, in seiner Begrüßung. Im Vorfeld habe sich die Diakoniestiftung viele Gedanken gemacht, ob das Projekt Wannenbad auch zu ihr passe. „Wir als Diakonie orientieren uns an dem christlichen Kompass“, erklärte er. „In unserer Planung sehen wir den Dienst an den Menschen als Zeichen unseres christlichen Glaubens.“

Tagespflege und Seniorenwohnung

Klaus Scholtissek erklärte den Gästen kurz das Konzept des neuen Wannenbades. Zum einem besteht die

Tagespflege – ein Angebot für ältere und hilfebedürftige Menschen, die zu Hause leben. Bis zu 15 Gäste werden an Wochentagen von acht bis 16 Uhr und nach Vereinbarung professionell betreut. Daneben beherbergt das Quartiershaus auch zehn barrierearme Wohnungen und eine Wohngemeinschaft für bis zu sieben Senioren.

Nicht nur das Haus erhielt am Freitagvormittag den christlichen Segen, sondern auch die Mitarbeiter. Stellvertretend für alle, die im Quartiershaus arbeiten, erhielten Alexandra Rothe, Leiterin der Tagespflege, Kristin Eisenschmidt, die die Senioren-WG betreut, und Frances Müller, Leiterin des mobilen Seniorenbüros, den Segen.

Dank an Wegbereiterinnen

Aber noch mehr Frauen standen im Fokus der Veranstaltung. Ein besonderer Dank ging an die Begründerinnen der Idee eines Quartiershauses in Wurzbach. Ramona Kleinhenz, Nicole Hartenstein und Johanna Steinbock wurden für Engagement für die Errichtung des Wannenbades gewürdigt.

Alles begann mit der Allianz für Menschen mit Demenz. Gemeinsam mit der Stadt Wurzbach, der Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein sowie dem Maschinen- und Betriebshilfsring Schleiz entstand vor Jahren die Idee, eine Tagespflege in der Sormitzstadt einzurichten.

Das ehemalige Wannenbad an der Lehestener Straße schien das geeignete Objekt für das Vorhaben. Zunächst sah der Plan vor, dass sich der Maschinen- und Betriebshilfsring Schleiz um die Förderung für eine Sanierung des Wannenbades oder einen kompletten Neubau an der Stelle bemüht. Da es aber Probleme bei der Beantragung der benötigten Fördermittel gab, übernahm die Diakoniestiftung das Projekt.

Der Wurzbacher Stadtrat beschloss den Verkauf des Grundstückes an die Diakoniestiftung. Diese ließ dann das ehemalige Wannenbad, das früher eine Fahrschule und ein Atelier beheimatete, abreißen. Die Arbeiten dafür begannen Ende 2017.

Spende für das Quartiershaus

Klaus Scholtissek dankte in seiner Rede auch den an dem Projekt beteiligten Architekten, Fördermittelgebern und Firmen. Die Firma Langheinrich, die die Elektroarbeiten im Haus übernommen hatte, brachte zur Einweihung ein besonderes Geschenk. Das Unternehmen spendete 500 Euro für die ehrenamtliche Arbeit im Quartiershaus.

Andacht, Einweihung und Segnung der Mitarbeiter übernahm Pfarrer Axel Kramme, Rektor der Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein, da der Wurzbacher Pfarrer Denny Seifert verhindert war. Für die musikalische Umrahmung des Programms sorgte das Mandolinenorchester Wurzbach. Nach dem offiziellen Teil waren die Gäste und Bewohner des Quartiershauses zu einem Imbiss und einem Rundgang durch die Räume eingeladen.

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