Ferienstimmung in Wurzbach, doch der Schnee fehlt

Wurzbach.  Ferienkinder in Wurzbach vertreiben auf unterschiedliche Weise – Zinn basteln, Rodeln, Spielen – die Langeweile in der unterrichtsfreien Zeit

Philipp und Josephine konnten in der Wurzbacher Heinrichshütte selbst Zinnfiguren bearbeiten. 

Philipp und Josephine konnten in der Wurzbacher Heinrichshütte selbst Zinnfiguren bearbeiten. 

Foto: Sophie Filipiak

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Der Schnee hat doch noch in der Region Einzug gehalten. Aber richtiges Rodelwetter wollte sich nicht einstellen. Aber dafür gab es für die Ferienkinder zumindest in Wurzbach einige andere Ablenkungen.

Nur wenige waren am Mittwochnachmittag in der Nähe des Skiliftes in Wurzbach zu finden. Die Zeichen, dass ein Pisten-Bully die Piste präpariert hat, waren deutlich sichtbar. Skifahrer suchte man aber vergebens. Zu wenig Schnee war gefallen, sehr oft durchbrachen leuchtend grüne Grasbüschel das eisige Weiß.

Lena Albrecht und ihr Vater hatten trotzdem ihr Glück probiert und waren extra zum Rodeln aus Saaldorf nach Wurzbach gefahren. „Wir sind oft in den Winterferien hier“, erklärte die Elfjährige. „Aber heute macht es keinen Spaß.“ Und das sah man auch. So richtig in Schwung wollten die beiden Rodler nicht kommen. Die Schneedecke war zu dünn und zudem zu nass. Die Schlitten gerieten immer wieder nach nur einer kurzen Strecke ins Stocken.

Viel los beim Ferienprogramm in Wurzbacher Heinrichshütte

Ganz ohne Schnee kam das Ferienprogramm in der Heinrichshütte aus, das schon in der vergangenen Woche gestartet ist. Rund 60 Eltern, Großeltern und Kinder waren jeweils bei den bisherigen Veranstaltungen mit dabei.

Die Geschwister Philipp und Josephine Prediger waren für die Veranstaltung am Mittwoch mit ihrer Mutter und Oma extra aus Zeulenroda gekommen, um bei diesem Ferienprogramm mitzumachen. Neben dem Schaugießen und der großen Dampfmaschine gab es vor allem für die kleinen Gäste einen besonderen Programmpunkt unter dem Thema: „Zinn – Geheimnisse und Abenteuer!“

Da die Gruppe an diesem Nachmittag sehr groß war, wurde sie zunächst geteilt. Die einen gingen mit Jessica Neumann, Leiterin der Heinrichshütte nach nebenan und gossen selbst kleine Zinnfiguren. Die anderen hörten zunächst einer Geschichte der Erzählerin Annette Jacob zu.

Familotel Wurzbach weiter gut besucht

Beim Zinngießen konnten sich die Kinder die Formen selbst aussuchen. Auch Philipp und seine kleine Schwester entschieden sich für ihre Favoriten und gossen diese. Nachdem die Figuren kalt waren, konnten alle Kinder diese mit Feilen nachbearbeiten und mit Stahlbürsten auf Hochglanz bringen. „Das ist schon knifflig, mit der Feile auch die kleinen Ecken zu treffen“, so Philipp. Der Nachmittag in der Heinrichshütte habe ihm sehr viel Spaß gemacht. „Aber die Dampfmaschine war sehr laut.“

Viele der Gäste der Heinrichshütte gastieren derzeit im Familotel in Wurzbach. Einbußen wegen zu wenig Schnee gab es keine. „Viele Gäste fragen aber schon vorher, ob bei uns den Schnee liegt“, so Erika Neubeck vom Familotel. Dennoch kann sich das Hotel über zu wenige Besucher nicht beklagen.

Schon in der vergangenen Woche seien viele Gäste aus Brandenburg und Berlin angereist, in dieser Woche seien die Zimmer vor allem mit Urlaubern aus den anderen neuen Bundesländern gefüllt. „Vor allem Familien buchen bei uns“, so Erika Neubeck. Selbst wenn draußen kein Schnee liegt, haben die Kinder dank eines umfangreichen Programms im Hotel, mit Basteln, Spielen und sogar einer Kletterwand einiges an Beschäftigung.

„Aber es gibt auch einige, die sich Schlitten bei uns ausgeliehen haben“, erklärte Erika Neubeck. Zum Rodeln mussten die Familien dann aber den Schnee suchen. „Viele fahren nach Grumbach oder sogar nach Steinach zum Rodeln.“ Ein wenig Winterspaß ist also doch gegeben.

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