Kindergärten und Schulen im Saale-Orla-Kreis öffnen am Montag

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Schleiz  Landrat Thomas Fügmann (CDU) zeigt sich verärgert über "Schnellschüsse" aus dem Gesundheitsministerium. Der Inzidenzwert ist im Saale-Orla-Kreis wieder leicht angestiegen.

Es bleibt dabei: Im Saale-Orla-Kreis öffnen am Montag Schulen und Kindergärten im eingeschränkten Regelbetrieb.

Es bleibt dabei: Im Saale-Orla-Kreis öffnen am Montag Schulen und Kindergärten im eingeschränkten Regelbetrieb.

Foto: Sylvia Eigenrauch

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat mit einem Erlass am Freitagabend für große Verunsicherung bei Eltern, Lehrern und Erziehern gesorgt bei der Frage, ob am Montag die Kindergärten und Schulen wieder öffnen. Wie das Landratsamt Saale-Orla am Sonnabend bekräftigte, bleibt es im Landkreis bei der Öffnung dieser Einrichtungen.

Zwischen Pflicht und Empfehlung

Der Erlass des Thüringer Gesundheitsministeriums schreibt vor, dass Kindergärten und Schulen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 – anders als ursprünglich angekündigt – geschlossen zu halten sind. Bei einem Inzidenzwert zwischen 150 und 200 wird dieser Schritt empfohlen. Aktuell liegt der Inzidenzwert im Saale-Orla-Kreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 168,1, nachdem zum Sonnabend 36 neue Fälle von nachgewiesenen Infektionen gemeldet worden sind. Das bedeutet einen leichten Anstieg, nachdem dieser Wert am Freitag bei 158,1 gelegen hatte. Zudem sind drei weitere Menschen an oder mit Covid-19 verstorben, womit nunmehr 85 Todesfälle im Landkreis den Folgen der Pandemie zugeordnet werden.

"Kunterbunt" bleibt Ausnahme

Im Landkreis Saale-Orla werde es keine Abstriche bei der Wiederaufnahme des eingeschränkten Regelbetriebs in den Kindergärten und Schulen geben, bekräftigte Landrat Thomas Fügmann (CDU) am Sonnabend. Eine Ausnahme bleibt die Kindereinrichtung "Kunterbunt" in Wurzbach, wo nach zwei Corona-Fällen die halbe Belegschaft in Quarantäne versetzt worden ist. "Was Eltern, aber auch die Einrichtungen selbst jetzt am wenigsten brauchen, sind Schnellschüsse von heute auf morgen", ärgert sich Fügmann über die plötzliche Kehrtwende beim Gesundheitsministerium. "Natürlich ist langfristige Planung angesichts der Dynamik der Pandemie kaum möglich", räumt der Landrat ein, "aber es bleibt dabei, dass wir den Beteiligten bei einer erneuten Schließung zumindest eine Vorlaufzeit von einer Woche geben werden."

Eine Woche Vorlauf zugesichert

Seitens der Kreisverwaltung ist damit am Sonnabend klargestellt worden, dass an diesem Montag alle staatlichen Schulen des Landkreises ihre Pforten für die Klassenstufen eins bis vier öffnen. Gleichermaßen wird eine Öffnung den Trägern der freien Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis empfohlen. Sollten das Überschreiten der Inzidenz von 200 oder andere unvorhergesehene Entwicklungen eine erneute Schließung unumgänglich machen, würden Eltern, Kindergärten und Schulen eine Woche Vorlauf zur Planung bekommen. "Nach Kenntnis der Kreisverwaltung nehmen alle Einrichtungen - mit Ausnahme des Kindergartens ,Kunterbunt' in Wurzbach - die Möglichkeit wahr und wechseln am Montag in den eingeschränkten Regelbetrieb", heißt es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung, "ungeachtet dessen steht es Eltern aufgrund der Pandemie frei, ihre Kinder auf Antrag bei der Schulleitung von der Präsenzpflicht zu befreien."