Kommentar: Jugend ohne Technik

Sophie Filipiak über Bücher statt Handy und Fernseher

Sophie Filipiak

Sophie Filipiak

Foto: Andreas Wetzel

Ulrike Wolf hat in ihrer Kindheit und Jugend ein Buch nach dem anderen gelesen. Eine andere Ablenkung, in Form von Videospielen oder Fernsehen gab es bei ihrer Familie nicht. Auch ich habe früher unzählige Stunden mit Lesen zugebracht, die Fernsehzeit war streng geregelt, Ausnahmen gab es nur selten. Und so kam es, dass ich selbst dickste Wälzer innerhalb kürzester Zeit durchgelesen hatte, solange die erzählte Geschichte auch spannend war. Eine vorgelesene Gute-Nacht-Geschichte dürfte in meiner Kindheit auch nicht fehlen. Heutzutage schaut es aber in einigen Familien anders aus.

Die Mädchen und Jungen sitzen zumeist vor den Smartphones und Tablets und schauen sich Videos an oder zocken ein Handy-Spiel. Die Geräte können sie schon seit sie drei Jahre alt sind bedienen. Generell spricht auch nichts dagegen, dass sich Kinder schon früh mit Technik und Medien auseinander setzen. Jedoch in einem geschützten und geregelten Rahmen, sonst können wir uns alle irgendwann vor den sogenannten „Smombies“, also Menschen die ununterbrochen auf ihr Handy glotzen müssen, nicht mehr retten.