Kommentar: Kleiner, aber gemütlicher

Sophie Filipiak über die Vorfreude auf Weihnachten

Sophie Filipiak

Sophie Filipiak

Foto: Andreas Wetzel

In den Supermärkten hat die Weihnachtszeit schon vor Wochen begonnen. Es begann mit Domino-Steinen, Lebkuchen und Schoko-Weihnachtsmännern. Nun ist die zweite Phase angebrochen: Adventskalender, Lichterketten und Weihnachtswichtel in unterschiedlichen Größen laden zum Kauf ein.

Eigentlich ist alles so wie in den Vorjahren, inklusive der Beschwerden einiger, warum bereits im September weihnachtliche Naschereien verkauft werden. Dennoch wird die Freude auf die Adventszeit sehr durch den Umstand getrübt, dass viele Weihnachtsmärkte in diesem Jahr nicht stattfinden können. Das bedeutet, keinen Glühwein in gemütlicher Runde und keine Auftritte des örtlichen Kindergartens, der mit einer eigenen, etwas schiefen aber dafür umso liebenswürdigen Version von „In der Weihnachtsbäckerei“ auftritt. Die Menschen müssen ebenso auf den riesigen Lebkuchen beim Stiefeltag in Blankenstein verzichten und wie auch auf den Besuch des Nikolaus beim Weihnachtsmarkt in Wurzbach.

Aber die Gemeinde und Städte versuchen trotz der Absage ein wenig Weihnachtsstimmung in den kommenden Monaten zu verbreiten. Wie so oft in Corona-Zeiten sind dafür Improvisationstalent und das Engagement vieler Freiwilliger nötig. Und vielleicht verbreitet der geplante musikalische Adventskalender genauso viel, wenn nicht sogar mehr Vorfreude auf die Festtage. Dieses Jahr gilt eben das Credo: im kleinen Kreis, aber dafür umso gemütlicher.