Kommentiert: Peter Hagen zum Staffellauf auf dem Rennsteig

Es muss ein tolles Gefühl sein, nach einer Strecke von 170 Kilometern einen Stein in die ­Selbitz werfen zu können. Dieses Ritual wird sich an diesem Sonnabend in Blankenstein ­sicherlich sehr oft beobachten lassen.

Denn es ist eine Tradition, dass Rennsteigläufer – ob nun als Wanderer oder im schnelleren Schritt – Gesteinsbrocken mit sich führen, die sie entweder aus der Werra oder aus der Selbitz entnommen haben, um diese dann am entsprechenden Zielort wieder dem nassen Element zukommen zu lassen. Wer weiß, vielleicht ist manches Steinchen inzwischen schon mehrfach zwischen Selbitz und Werra unterwegs gewesen.

In jedem Fall steht der neuen Gemeinde Rosenthal am Rennsteig die erste große sportliche Herausforderung bevor. Denn als Zielort wird mit etwa 1500 Läufern auf dem Selbitzplatz gerechnet. Viele von ihnen werden in Blankenstein übernachten und sich über das Stunden zuvor Erlebte austauschen.

Allen Startern bleibt im Vorfeld nur zu wünschen, dass sie bei halbwegs passendem Wetter zwischen Hörschel und Blankenstein unterwegs sein können. Im Ziel wird es einen würdigen Empfang geben, daran dürfte kein Zweifel bestehen. Denn schon seit Wochen wird die Organisation mit voller ­Leidenschaft vorangetrieben.

Zu den Kommentaren