Meine Meinung: Sehnsucht nach Schnee

Sophie Filipiak über den zur Zeit nicht vorhandenen Winter und Kindheitserinnerungen.

OTZ-Reporterin Sophie Filipiak

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Foto: Andreas Wetzel

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Ein bekannter Schlager könnte derzeit gut umgedichtet werden: „Wann wird es mal wieder richtig Winter?“ Das eigentliche Lied handelt von einer anderen Jahreszeit, aber so drückt es auch die derzeitige Stimmung aus. Wo bleibt der Schnee, der zum Rodeln, Pistenfahren und Langlauf einlädt? Wo ist die dicke Eisdecke auf dem Dorfteich, damit man die Schlittschuhe aus der hintersten Ecke des Schrankes hervorholen kann? Ob es in dieser Wintersaison noch etwas wird, ist mehr als fraglich. Schon am Wochenende soll es wieder frühlingshaft warm werden.

Aber ist dieses Beschweren über den derzeitigen Winter nicht auch ein Ausdruck davon, wie sehr man die eigene Kindheit vermisst? Als man noch nicht morgens geflucht hat, weil man das Auto mühsam freikratzen muss, sondern die Eisblumen am Fenster und die Eiszapfen an den Bäumen gezählt hat. Eine Zeit, als man nicht über den Schnee auf den Straßen geklagt hat, sondern sich über den Schnee im Garten gefreut hat, um einen Schneemann oder Schneefrau zu bauen. Und nicht zu vergessen, dieses wohlig-warme Gefühl, wenn man nach der ganzen Toberei in der Kälte nach Hause kam und eine Tasse heißen Kakao trank.

Das alles fehlt ein wenig bei dem derzeitigen Winter. Aber die Erinnerungen an vergangene Schneeballschlachten bleiben.

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