Peter Hagen über die Gebaren in einer Finanzwelt, die völlig aus den Fugen geraten ist

Die Finanzwelt ist seit geraumer Zeit völlig aus den Fugen geraten.

Früher war es üblich, mit eigener Hände Arbeit einen Wert zu produzieren. Dafür gab‘s die Vergütung, von der man leben, etwas sparen oder Investitionen tätigen konnte, um bald noch mehr Werte zu schaffen.

Statt im Sparstrumpf zu vertrocknen, vertraute man seine wenigen Spar-Groschen einer Bank an, wo es Zinsen dafür gab. Während die Banken für deutlich höhere Zinsen dieses Geld in Form von Krediten ­weiterverborgten.

Wer heute nennenswerte ­Zinsen erzielen möchte, muss voll ins Risiko gehen. Je höher der theoretisch mögliche Ertrag, um so wahrscheinlicher wird der Totalverlust.

Wer sich nicht auf die Zocker unter den Bankern einlassen möchte, vertraut lieber seiner Genossenschaftsbank oder Sparkasse um die Ecke. Doch dass man selbst in diesem Milieu jetzt bemüht ist, die Risiken des Finanzmarktes allein auf die Kunden abzuwälzen, überrascht. Vertrag ist Vertrag – da sollten sich Kleinsparer nichts anderes einreden lassen. Dass jetzt erste Schlichtungssprüche vorliegen, sollte dem Vertrauen in Genossenschaftsbanken nicht schaden.

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