Raubüberfall auf einen 94-jährigen Rentner in Bad Lobenstein

Bad Lobenstein.  Der Rentner war mit einem vierstelligen Bargeldbetrag gerade auf dem Nachhauseweg. Der Täter flüchtete mit schnellem Sprint vermutlich in Richtung Kurpark.

Tatort „Schwarzer Adler“: An der Stelle, die der Fußgänger gerade passiert, geschah der Raubüberfall.

Tatort „Schwarzer Adler“: An der Stelle, die der Fußgänger gerade passiert, geschah der Raubüberfall.

Foto: Peter Hagen

Das Verbrechen liegt inzwischen knapp drei Wochen zurück. Die Polizei hatte eine entsprechende Mitteilung seinerzeit so klein und „versteckt“ herausgegeben, dass sie medial übersehen worden war. Trotzdem soll die Hoffnung nicht aufgegeben werden, mithilfe der Öffentlichkeit möglicherweise einen entscheidenden Hinweis zur Aufklärung eines Raubüberfalls zu erhalten.

„Vielleicht hätte eine schnelle Information an die Öffentlichkeit helfen können, den Täter zu fassen“, bringt es der 94-jährige Bad Lobensteiner auf den Punkt. Denn das Verbrechen geschah am helllichten Tag mitten in der Kurstadt. Es war am Montag, dem 13. Juli. Der Rentner verließ die Filiale der Volksbank am Markt, wo er soeben einen vierstelligen Bargeldbetrag abgeholt hatte, und begab sich auf den Nachhauseweg.

Über die Straße der Jugend lief er gegen 16.30 Uhr am Kulturhaus vorbei und passierte das Hotel „Schwarzer Adler“ auf dem innenliegenden Weg zwischen Hotelgebäude und Feuerwehr. Als er den Bürgersteig an der Wurzbacher Straße erreichte, hielt der Senior kurz an, um zu verschnaufen.

Tasche vom Handgelenk gerissen

Plötzlich der Überraschungsangriff. Blitzschnell riss eine männliche Person, die sich von hinten angeschlichen hatte, das kleine Täschen vom Handgelenk des Rentners, in dem sich das soeben abgeholte Bargeld und unter anderem ein Handy befanden. „Ich sah ihn nur noch wegrennen“, erinnert sich der Rentner. Demnach verschwand der Räuber hinterm „Schwarzen Adler“. Ob er dann zum Kulturhausparkplatz lief oder in den Kurpark flüchtete, konnte nicht weiter beobachtet werden. Auch ein Ehepaar, das sich auf dem Parkplatz befand und von dem beraubten Rentner befragt worden war, hatte leider nichts bemerkt.

Sportliche Bekleidung

Der Rentner lief zurück zur Volksbank, von dort wurde dann die Polizei verständigt. Zur Beschreibung des Täters ist lediglich bekannt, dass dieser etwa 1,75 Meter groß und sehr sportlich gewesen ist. Er soll auch recht auffällig sportlich mit kurzer dunkler Hose und dunklem Oberteil bekleidet gewesen sein. Da er ordentlich Fersengeld gegeben hatte, könnte sich vielleicht mancher an den spurtenden jungen Mann erinnern.

Hausdurchsuchung in Neundorf

Einen Tatverdächtigen soll es zunächst gegeben haben. Recherchen unserer Zeitung zufolge gab es in diesem Zusammenhang offenbar auch eine Hausdurchsuchung in Neundorf in Rosenthal am Rennsteig. Allerdings hält sich die Polizei mit weiteren Informationen bedeckt und auch seitens der Staatsanwaltschaft sind Anfragen zu dieser Tat und zum bisherigen Ermittlungsstand bislang unbeantwortet geblieben.

Die Volksbank schweigt

In Schweigen hüllt sich unterdessen auch die Volksbank, von der unsere Zeitung unter anderem wissen wollte, ob es üblich ist, gerade ältere Menschen mit hohen Bargeldbeträgen allein zu lassen. Denn es ist nicht auszuschließen, dass der Rentner bei der Abholung beobachtet worden war. Unbeantwortet blieb seitens der Volksbank bislang auch die Frage, ob beim Abholen größerer Geldsummen durch ältere Menschen möglicherweise ein Kurier oder eine Begleitperson genutzt werden kann.

Wer möglicherweise sachdienliche Hinweise zu dem Raubüberfall geben oder sich an eine auffällig durch die Stadt rennende Person zum Tatzeitpunkt erinnern kann, möchte sich bitte mit der Polizei in Verbindung setzen.

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