Schützenverein in Bad Lobenstein besteht 30 Jahre

Bad Lobenstein.  Bis 2014 waren die jährlichen Schützenfeste auf dem Rummelplatz ein Anziehungspunkt

Die Schützenfeste in Bad Lobenstein boten Attraktionen für Jung und Alt. Zuletzt waren die Besucherzahlen aber rückläufig und die Einnahmen deckten nicht mehr die Ausgaben.

Die Schützenfeste in Bad Lobenstein boten Attraktionen für Jung und Alt. Zuletzt waren die Besucherzahlen aber rückläufig und die Einnahmen deckten nicht mehr die Ausgaben.

Foto: Peter Hagen / OTZ

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Seit 30 Jahren steht Peter Störig an der Vereinsspitze der Bad Lobensteiner Schützen. Von der Vereinsgründung bis zur Jubiläumsfestsitzung, die am Sonnabend in Unterlemnitz stattfindet, hat er damit die Geschicke als Vereinsvorsitzender wesentlich gelenkt. Dabei hatte er sich auf zuverlässige Mitstreiter im Vorstand und unter den Vereinsmitgliedern verlassen können.

Schützenhaus ein wahrer Kraftakt

Danach befragt, welches die bedeutendsten Erinnerungen sind, wenn er auf die vergangenen 30 Jahre blickt, sagt Peter Störig: „Das war der Erwerb des Schützenhauses. Hierbei hatten wir einen enormen Aufwand betrieben.“ Monika Weise, die zu den 15 Gründungsmitgliedern gehört, fasst das in Zahlen: „Mit 5000 D-Mark in der Kasse hatten wir einen Kredit von 180.000 D-Mark aufgenommen.“ Damit war es möglich, 1994 das ehemalige Kinderferienlager der Hirschberger Lederfabrik unweit der Mathildenhöhe zu erwerben. „Der damalige Volksbank-Chef war selbst im Kulmbacher Schützenverein und meinte nur, wir sollten ihm ja keinen Ärger machen“, erinnert sich Monika Weise, wie sie bei anderen Banken mit ihrem Kreditwunsch abgeblitzt war.

Als „Jugendbegegnungsstätte Schützenhaus“ wurde das Objekt umgehend hergerichtet. Ohne die erhofften Fördermittel und mit einer monatlichen Kreditbelastung der Vereinskasse von knapp 1500 DM ging es an die Arbeit. Jedes Vereinsmitglied war verpflichtet, 50 Arbeitsstunden im Kalenderjahr zu leisten oder ersatzweise 15 DM zu entrichten. Mit zahlreichen Sachspenden konnte die Erstausstattung der Räume vorgenommen werden, in die zum Jahreswechsel bereits die ersten Gäste einzogen.

Bis zu 1500 Übernachtungen

Die Vermietung an Kindergruppen war eine wesentliche Einnahmequelle für den Verein geworden. „Wir hatten bis zu 1500 Übernachtungen jährlich“, stellt Peter Störig fest. Ein weiteres wesentliches Standbein waren die Schützenfeste. Das erste fand im September 1990 noch auf einem Schulhof in der Karl-Marx-Straße statt. Ab dem Folgejahr war der Rummelplatz Veranstaltungsort für die Schützenfeste gewesen, bei denen zahlreiche Schausteller mit ihren Fahrgeschäften zu Publikumsmagneten wurden. Für den Schützenverein ist freilich die jährliche Proklamation der Schützenkönige der Höhepunkt gewesen. Mit dem 25. Schützenfest war dann 2014 auf dem Rummelplatz Schluss. Zu groß waren die Unkosten bei rückläufigen Besucherzahlen geworden.

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