Zinnfiguren in jeder Form und Größe in Blankenstein

Bad Lobenstein.  Peter Stöhr bereitet Ausstellung in Blankensteiner Museum vor. Diorama über die Grenzanlage in Arbeit.

Zinnmaler Peter Stöhr arbeitet derzeit an einem Diorama über die Grenzanlage in Blankenstein. 

Zinnmaler Peter Stöhr arbeitet derzeit an einem Diorama über die Grenzanlage in Blankenstein. 

Foto: Sophie FilipiaK

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Peter Stöhr ist in der Region für seine Zinnfiguren bekannt. Seine Werke sind nicht nur in Bad Lobenstein, sondern auch über die Landesgrenze hinaus bekannt. Nun bereitet er seine – wie er sagt – letzte Ausstellung im Blankensteiner Museum „Rennsteig und Mee(h)r“ vor.

Die Schau wird am Sonnabend, 18. Januar, um 14.30 Uhr eröffnet. Bis dahin muss Peter Stöhr noch einiges erledigen. Denn mehr als 200 Zinnfiguren müssen sicher von Bad Lobenstein nach Blankenstein gebracht werden. „Da kann leicht etwas zu Bruch gehen, daher mache ich solche Ausstellung auch nicht mehr“, erklärt Peter Stöhr. Er selbst ist für den Transport verantwortlich.

Ritter, Fußballspieler und Indianer

Einiges muss dabei beachtet werden. Die Zinnfiguren, die Peter Stöhr im Laufe der Jahre geschaffen hat, sind unter anderem im Regionalmuseum, in „Ines Blumenladen“ und im Neuen Schloss zu sehen. Nun aber packt der Künstler einige seiner Leihgaben ein und fährt sie nach Blankenstein.

Darunter sind auch seine größte und seine kleinste Figur. Der Reiter der napoleonischen Garde besteht aus 60 Einzelteilen und ist 30 Zentimeter hoch. Im Kontrast dazu stehen die Figuren der Weihnachtskrippe – ebenfalls handbemalt, die nur einige Millimeter groß sind.

Dazu kommen noch einige Büsten, Fußballfiguren, unter anderem auch mit dem Trikot von Rotation Blankenstein, erotische Darstellungen und viele Soldaten in authentischen Uniformen. „Ich bin kein Sammler, sondern Gestalter“, betont Peter Stöhr. Sein Arbeitsraum ist nicht nur mit Farben, Pinseln und Zinnfiguren gefüllt, sondern auch mit sehr viel Fachliteratur. Die historischen Figuren sollen so genau wie möglich an das Original heranreichen, daher ist einiges an Recherchearbeit gefragt.

Einige seiner Recherchebücher stellt Peter Stöhr für die Ausstellung zur Verfügung. Die Besucher können sich zudem auch durch viele Zeitungsartikel schmökern, die im Laufe der Jahre über die Arbeit des Zinnmalers entstanden sind.

Von Seiten des Blankensteiner Museums hat Peter Stöhr auch einiges an Material für seine Arbeit erhalten. „Die Zusammenarbeit läuft sehr gut“, sagt der Künstler. Zumal auch nach der Ausstellung einige Zinnfiguren in der Einrichtung dauerhaft zu sehen sein werden. Denn Peter Stöhr hat den Auftrag erhalten, ein Diorama über die Grenzanlage in Blankenstein anzufertigen. „Es soll aber nicht statisch sein, sondern einen Zyklus darstellen“, erläutert Peter Stöhr. Nicht nur die Entwicklung der DDR-Grenzanlagen steht dabei im Mittelpunkt, sondern auch das Geschehen auf der bayerischen Seite wird beleuchtet.

Museumsgespräch geplant

Peter Stöhr arbeitet derzeit noch an diesem Diorama. Die Figuren sind größtenteils fertig, obwohl die Beschaffung der Rohlinge aus Zinn einige Zeit in Anspruch nahm. Peter Stöhr bemalt die Figuren nur, daher beschafft er sich die Rohlinge über Bekannte oder über spezialisierte Läden. Die Teile der Fahrzeuge, die an der nachgestalteten Grenze zu sehen sein werden, stammen beispielsweise aus Japan.

Bis April wird voraussichtlich die Arbeit an dem Blankensteiner Diorama dauern. Bis dahin sind aber noch zwei Aktionen im Rahmen der Ausstellung geplant. Zum einem ein Museumsgespräch über die Arbeit als Zinnfigurenmaler und einen kleinen Workshop, wie man Figuren wie den Rennsteigwanderer bemalt. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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