Zinnfiguren, Ölbilder und Unterwäsche im Museum Blankenstein

Blankenstein.  Mit drei Sonderausstellungen wird in Rosenthal am Rennsteig das neue Jahr begonnen

Leonhard Nossol (r.) und Peter Stöhr mit den Zinnfiguren, die den heutigen ZPR-Geschäftsführer sowie den Vater der Rosenthaler Papierproduktion, Gotthelf Anton Wiede, zeigen.

Leonhard Nossol (r.) und Peter Stöhr mit den Zinnfiguren, die den heutigen ZPR-Geschäftsführer sowie den Vater der Rosenthaler Papierproduktion, Gotthelf Anton Wiede, zeigen.

Foto: Peter Hagen

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Mit drei Sonderausstellungen geht das Blankensteiner Museum „Rennsteig und Mee(h)r“ ins neue Jahr. Zinnfiguren, Ölbilder und Unterwäsche entführen in die Vergangenheit.

In einer der Vitrinen, in denen Peter Stöhr aus Bad Lobenstein eine kleine Auswahl seiner Arbeiten als Zinnfiguren-Gestalter zeigt, macht ZPR-Geschäftsführer Leonhard Nossol zur Ausstellungseröffnung am Wochenende eine lustige Entdeckung. Er sitzt dort andächtig in Zinn gegossen neben dem Vater der Rosenthaler Papierproduktion, Gotthelf Anton Wiede. „Seit 45 Jahren arbeite ich mit Zinnfiguren“, erzählt Peter Stöhr aus seinem Schaffen, das sich sowohl auf Flachfiguren, als auch auf vollplastische Figuren erstreckt. „Meine ersten Figuren stehen in der Gespensterbahn“, verrät Peter Stöhr, wie schwer der Anfang gewesen sei, als er sich mit einem vorgefundenen Malkasten seines Vaters die ersten Figuren vorgenommen hatte. Schon legendär ist inzwischen sein Fässleseecher, der mittlerweile in 75 Länder verkauft worden sei.

Unterwäsche aus dem vorigen Jahrhundert hat das Heimatmuseum Harra leihweise zur Verfügung gestellt. „Damals musste die Wäsche ein Leben lang halten“, erläutert Helmut Wirth mit Blick auf die schweren Leinenstücke. Ganz nebenbei erlaubt die kleine Schau aus längst vergangener Zeit einen Vergleich, „wie bequem wir es heute bei der Körperpflege haben“, so der Vorsitzende des Heimatmuseum-Vereins. Alle Ausstellungsstücke sind original in dem Haus in Harra vorgefunden worden, in dem der Kunst- und Möbeltischler Johann August Karl Horn gelebt hatte und das seit Ende der 1990er Jahre als Heimatmuseum dient.

Ölbilder des ehemaligen Rittergutes Blankenberg sind mit der Ausstellung für die Öffentlichkeit zugängig. Zuletzt waren einige von ihnen im Sitzungszimmer des Blankenberger Gemeinderates zu sehen. Das Rittergut selbst war bis Ende des Zweiten Weltkrieges ein geschlossenes Areal gewesen, bevor 1948 das „Alte Schloss“, so der Volksmund, ohne jeden Grund gesprengt worden ist.

Die Ausstellungsräume des Blankensteiner Museums sind dienstags bis sonnabends von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

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