Ergo- und Physiotherapeuten schwimmen kostenlos

Heiligenstadt.  Die Kooperationsvereinbarung zwischen der Bergschule und dem Vitalpark fruchtet. Informationsveranstaltung für Interessenten am Freitag.

Lea Fischer steckt in der Ausbildung zur Ergotherapeutin an der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt und nutzt das Kooperationsangebot mit dem Vitalpark.

Lea Fischer steckt in der Ausbildung zur Ergotherapeutin an der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt und nutzt das Kooperationsangebot mit dem Vitalpark.

Foto: Jürgen Kohl

„Meine Beine fühlen sich an wie Gummi, das hat unheimlich gut getan“, sagt Lea Tischer nachdem sie aus dem Schwimmbecken des Heiligenstädter Vitalparks gestiegen ist. Die gebürtige Weimarerin hat im August ihre dreijährige Ausbildung zur Ergotherapeutin an der Bergschule St. Elisabeth in Heiligenstadt begonnen.

Schwimmen sei eine ihrer Leidenschaften, erzählt die passionierte Sportlerin und freut sich, dass für sie die Nutzung der Bäder- und Fitnesswelt kostenlos ist. Diese Regelung beruht auf einer im letzten Jahr geschlossenen Kooperationsvereinbarung zwischen dem Vitalpark und der Bergschule, die unter anderem vorsieht, dass die Absolventen der Ergo- und Physiotherapieausbildung während der Ausbildung die Fitness- und Bäderwelt des Vitalparks unentgeltlich nutzen können.

Enge Bindung an Potenziellen Arbeitgeber

Dadurch entstehe bereits in Zeiten des Fachkräftemangels eine enge Bindung der Absolventen an einen potenziellen Arbeitgeber, freut sich Gabriele Sachse, die Schulleiterin der berufsbildenden Schule, über die bisher sehr angenehme Zusammenarbeit.

Aufgrund des Fachkräftemangels werde aber nicht nur versucht, den Ausbildungseinstieg in die Gesundheits- und Therapieberufe attraktiver zu gestalten. Als Beispiel nennt Gabriele Sachse die geänderten Einstiegsvoraussetzungen in die Erzieherausbildung. Ab kommendem Jahr sei es nicht nur möglich mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, sondern auch mit dem Erwerb der Fachhochschulreife im Bereich Gesundheit/Soziales direkt in die Erzieherausbildung einzusteigen.

Zudem werde Abiturienten der Zugang erleichtert, diese müssten lediglich praktische Erfahrungen nachweisen, weiß die Schulleiterin. An Attraktivität gewinnt auch der Besuch der Fachoberschule (FOS). Universitäten haben die Türen für FOS-Absolventen weit geöffnet, so berechtigt der Nachweis der allgemeinen Fachhochschulreife in Hessen und Niedersachsen unter anderem zur Aufnahme eines Lehramtsstudiums.

Informationstag in der Berufsschule

„Wer sich über Ausbildungs- oder Studienvoraussetzungen informieren möchte, ist herzlich zu einem Informationstag“, so die Schulleiterin. Der findet am Freitag, 22. November, von 14 bis 18 Uhr in der Berufsschule statt.

Studieren möchte auch Lea Tischer. Berufsbegleitend ist ein Studium als Ergotherapeutin bereits im zweiten Ausbildungsjahr möglich. „Ich habe meinen Weg gefunden und bin sehr glücklich im Eichsfeld.“ Dann lächelt die 20-Jährige zum Abschied und taucht mit einem gekonnten Sprung in das Schwimmbecken des Vitalparks ein. 30 Bahnen hat sie sich als Ziel gesetzt.

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