Gerichtsbericht

Mit 50-Euro-Schein vom Abreißblock in Heiligenstadt bezahlt

Ein 33-jähriger Heiligenstädter hat sich aus einem chinesischen Abreißblock Euro-Scheine gebastelt und damit mehrfach bezahlt.

Als Spaß fasst die Justiz den Einsatz von selbst gebastelten Geldscheinen auf keinen Fall.

Als Spaß fasst die Justiz den Einsatz von selbst gebastelten Geldscheinen auf keinen Fall.

Foto: Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

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Ein 33-Jähriger aus Heiligenstadt bestellte Mitte Juli 2018 verschiedene Abreißblöcke mit den Motiven von 5-, 10-, 20-und 50-Euro-Banknoten. Auf jedem einzelnen Schein befanden sich jeweils auf Vorder- und Rückseite chinesische Schriftzeichen in blauer Farbe. Deren Übersetzung bedeutet: „Muster - besondere Ausfertigung für Übungszwecke - Inverkehrbringen verboten“. Außerdem war auf allen Seiten der Scheine in einer der Ecken eine schwarze gestrichelte, diagonal verlaufene Doppellinie eingezeichnet. Der spätere Angeklagte übermalte in zwei Fällen die chinesischen Schriftzeichen und auch die schwarzen Doppellinien, damit er die Falsifikate ausgeben konnte. Das tat er zunächst in einer Gaststätte, wo er mit einem gebastelten „50-Euro-Schein“ bezahlte. Beim Stadtfest im September 2018 legte er dann an einem Imbissstand einen weiteren „50er“ vor. Ein weiteres Jahr später saß der dreifach Vorbestrafte vor dem Schöffengericht in Mühlhausen. Dort wurde der geständige Mann zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Richter haben außerdem einen Schadensersatz von 50 Euro festgelegt. Die Hausbanken hatten den Schwindel bemerkt. Die Bewährungschance hat er seinem Geständnis und seiner Reue zu verdanken. Außerdem hatte er bereits im Gerichtssaal dem Imbissbetreiber 50 Euro übergeben.

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