Neue Bühne für Heiligenstädter Barockgarten

Heiligenstadt.  Heiligenstädter Weihnachtsmarkt wird mit neuer Bühne und neuen Hütten aufwarten.

Eine neue Bühne für den Heiligenstädter Weihnachtsmarkt bauen Tischler Tobias Kaspari und 17 Beschäftigte der Eichsfelder Werkstätten.

Eine neue Bühne für den Heiligenstädter Weihnachtsmarkt bauen Tischler Tobias Kaspari und 17 Beschäftigte der Eichsfelder Werkstätten.

Foto: Eckhard Jüngel

Der Rohbau steht. Es sind die letzten Handgriffe der Männer. Glücklich und ein bisschen stolz blicken sie zur Holzkonstruktion. Denn die Beschäftigten der Eichsfelder Werkstätten arbeiten und bauen seit Wochen an einer neuen Bühne für den Heiligenstädter Weihnachtsmarkt.

„Es ist eine Herausforderung“, gibt Tischler Tobias Kaspari zu. Nichtsdestotrotz hätten sie sich über diese neue Aufgabe gefreut. Gemeinsam mit der Stadt und dem Verkehrsverband Heiligenstadt arbeiten sie ein Konzept für eine solche Bühne aus. Sie soll nicht nur optisch ansprechend sein, sondern auch funktional und vor allem verkehrssicher. Denn der Bauhof kann sie kompakt als solche transportieren. Dazu gibt es eine Machbarkeitsprüfung, ob die Bühne überhaupt in der Weise gebaut und aufgestellt werden kann.

Nach der Planung und der Theorie folgt die Praxis. Tobias Kaspari arbeitet mit einem weiteren Gruppenleiter und 17 Beschäftigten an der Bühne. „Das Besondere ist auch, dass wir diesen Auftrag gemeinsam mit Menschen mit Behinderung bearbeiten“, sagt er. Für sie sei später der Wiedererkennungswert einfach schön. Denn sie wissen, an der Bühne haben sie mitgearbeitet. „Das macht sie auch stolz.“ Bei den Arbeiten, erzählt der Tischler, würde sich die Gruppe ganz unterschiedlich einbringen, je nach Fähig- und Fertigkeiten. „Und doch haben sie am Ende gemeinsam diese Bühne gebaut.“

Neue Bühne auch für weitere Veranstaltungen nutzen

Tourismuschef Rüdiger Eckart erzählt, dass es gerade für den Weihnachtsmarkt immer zwei Bühnen gebe – eine auf dem Marktplatz, eine im Barockgarten. Während die vor dem Rathaus binnen einer Stunde aufgebaut ist, braucht es für die unterhalb der St. Marien Kirche mindestens einen halben Tag. Zudem sei die im Barockgarten auch so groß. Deshalb soll eine kleinere und schönere Bühne her. Die neue aus Holz gefertigte Bühne kann als ganze transportiert werden. Sie ist vier Meter breit und etwa drei Meter tief. Das Dach der Hütte wird dann noch durch verschiedene Holzkonstruktionen dekoriert. Außerdem schwebt dem Tourismuschef vor, dass diese auch für andere Veranstaltungen beispielsweise in der Wilhelmstraße genutzt werden kann.

Interessant ist, dass diese Bühne über den Verkauf alter Holzhütten finanziert werden kann. Rüdiger Eckart erklärt: „Seit vier bis fünf Jahren wechseln wir die alten Hütten für den Weihnachtsmarkt schrittweise aus.“ Die neuen werden ebenfalls durch die Beschäftigten der Eichsfelder Werkstätten gebaut. Und die alten Verkaufshütten werden an andere Städte verkauft. „Durch den Verkauf sind 10.000 Euro zusammen gekommen, die direkt für die neue Bühne genutzt werden.“

Optik von Holzhütten und Bühne soll Gäste locken

Die Bauweise der neuen Hütten ist ebenfalls mit der Stadt und vor allem den Händlern abgesprochen. Denn sie sind nun stabiler, es wird im Inneren nicht mehr so schnell kalt, sie sind optisch ansprechender und die Produkte können dem Gast besser präsentiert werden. „Das Auge isst schließlich immer mit“, lächelt Rüdiger Eckart. Wenn die Optik der Hütten stimmt, kommen auch mehr Gäste.

Ein ähnliches Phänomen erhofft sich der Tourismuschef auch für die Bühne im Barockgarten. Dass sowohl das neue Holzkonstrukt als auch das Programm viele Gäste aus nah und fern anzieht. Doch bis dahin müssen die Beschäftigten mit ihren Gruppenleitern noch die letzten Handgriffe erledigen, bevor sie von den Eichsfelder Werkstätten zum Barockgarten transportiert werden kann.

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