Spaziergang auf der Bundesstraße

Birgit Schellbach über die stark befahrene Bundesstraße 19. Diese hatte sich im Eisenacher Mariental kurzzeitig in eine Fußgängerzone verwandelt.

Birgit Schellbach

Birgit Schellbach

Foto: Norman Meißner

Wann kann man als Fußgänger schon mal in aller Ruhe über einer Bundesstraße spazieren? Am letzten Wochenende verwandelte sich die Bundesstraße 19 im Mariental, zwischen dem Ortsschild und dem Eingang zur Drachenschlucht, für zahlreiche Ausflügler in einen Wanderweg. Denn wegen Fällarbeiten war der Abschnitt zwischen Eisenach und Wilhelmsthal voll gesperrt.

Für die Initiative „Sauberes Mariental“ war dieser Umstand auch eine einmalige Gelegenheit. So konnten sie die Straßenränder einmal gründlich vom Unrat befreien, ohne Gefahr zu laufen, in einen Unfall verwickelt zu werden. Mehrere Müllsäcke sind gefüllt worden.

Während die Anwohner der Bundesstraße endlich ein Wochenende ohne Verkehrslärm und Abgase erlebten. Sie bekamen einen Eindruck, wie es sein könnte, wenn die Bundesstraße vielleicht doch verlegt werden sollte. Was für eine Idylle das Mariental dann wäre! Aber: Der Verkehr würde nur in eine andere Region verlagert, die wiederum zurzeit eine Idylle ist, wie Mosbach mit seinem Waldbad.

Aber Eisenach könnte mal einen autofreien Sonntag organisieren. Andere Städte machen es vor: Sie sperren einen Teil ihrer Innenstadt für Autos oder erklären eine Straße zur Fußgängerzone. Dass das sogar auf einer Bundesstraße geht, hat das Wochenende bewiesen.

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