30.000 Serbaer Bratwürste für die Grüne Woche

Serba/Berlin.  Ewu-Chef erwartet, dass fast jeder vierte Messebesucher ab kommendem Freitag eine Thüringer Rostbratwurst isst.

Doris Schlichting, Michel Kather und Regina Böhme von EWU Thüringer Wurst und Spezialitäten GmbH Eisenberg haben bereits auf der Grünen Woche in Berlin Bratwürste verkauft. In diesem Jahr ist die Firma wieder dabei – und plant den Verkauf von 25.000 bis 30.000 Rostbratwürsten.

Doris Schlichting, Michel Kather und Regina Böhme von EWU Thüringer Wurst und Spezialitäten GmbH Eisenberg haben bereits auf der Grünen Woche in Berlin Bratwürste verkauft. In diesem Jahr ist die Firma wieder dabei – und plant den Verkauf von 25.000 bis 30.000 Rostbratwürsten.

Foto: Peter Michaelis

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In etwa zwei Wochen wird im Schnitt fast jeder vierte Besucher der Internationalen Grünen Woche eine Thüringer Rostbratwurst gegessen haben. „Ein sehr ordentlicher Wert“, sagt Ekkehard Heilemann. Der Chef der Ewu Thüringer Wurst und Spezialitäten GmbH aus Serba vertritt eines von drei Unternehmen, die ab Freitag auf dem Stand des Freistaates Thüringen die wohl bekannteste Thüringer Fleischspezialität zubereiten und verkaufen. „Wir rechnen damit, etwa 25.000 bis 30.000 Würste zu verkaufen“, sagte er vor der Messe unserer Zeitung.

Würden die beiden anderen Anbieter aus Arnstadt und Schmalkalden auf ähnliche Werte kommen, reiche man dicht heran an ein Viertel der zuletzt etwa 400.000 Besucher. „Natürlich ist der Aufwand groß.“ Das liegt auch daran, dass die Ewu ihre Würste nicht vorbrüht und damit länger haltbar macht. „Wir fahren alle zwei Tage frische Ware nach Berlin.“ Zugleich nehme die Nachfrage nach der Bratwurst auf der Messe zu. „Der Umsatz wächst jedes Jahr.“ Viele Kunden kämen gezielt zum Stand der Serbaer.

Fleisch aus Serba „muss Erwartungen bedienen“

Heilemann weiß: „Als Thüringer müssen wir auf der Messe Erwartungen bedienen.“ Und wer an Thüringen denke, habe meistens Bratwurst oder Klöße im Kopf. Man biete natürlich auch andere Waren an. „Aber die Bratwurst ist dort das Hauptprodukt.“ Um mehrere Tausend Würste pro Tag braten zu können, muss am Rost alles klappen. „Da muss es Hand in Hand gehen.“ Das passiert mit eigenen Mitarbeitern. Mit ihm selbst sind fünf Mitarbeiter vor Ort. „Die Glaubwürdigkeit wird dadurch gestärkt, als wenn man Leute ohne Identifikation mit dem Produkt beschäftigt.“ Ohne Holzkohle muss man auch auskommen, weil in den geschlossenen Hallen Rauchentwicklung tabu ist.

Unterm Strich erwartet der Ewu-Chef schwarze Zahlen. „Auch in den letzten Jahren war es kein Zuschussgeschäft.“ Die Produktion muss man allerdings kaum anpassen. „Wir stellen jeden Tag 14 bis 15 Tonnen Fleischprodukte her. 300 Kilogramm Fleisch pro Tag für die Würste in Berlin fallen da kaum ins Gewicht.“

Aus Sicht des Chefs ist sind die anderen Thüringer Betriebe keine ungeliebte Konkurrenz: „Ich koste gerne mal bei den anderen – auch wegen des anderen Geschmacks.“

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