Kolumne

Advent mit Hindernissen

Angelika Munteanu über die findigen Holzländer.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Foto: Marcus Schulze

Wenn auch das Jahr ziemlich daneben war, die Vorweihnachtszeit lassen sich die Holzländer nicht vermiesen. Zwar ist der Advent, der am Sonntag beginnt, mit reichlich Hindernissen gespickt. Allem voran Corona und der Lockdown, der sich nun mit weiteren Verschärfungen bis Weihnachten ziehen soll.

Ein bisschen Stimmung aber soll trotzdem aufkommen. Und da vieles nicht so geht wie gewohnt, erweisen sich die Holzländer als erstaunlich spontan und erfinderisch auf der Suche nach Alternativen. Selbst in den Hinterhöfen der Eisenberger Altstadt sind Fenster und Balkons kurz vorm Wochenende vorweihnachtlich geschmückt worden. Trotz Corona oder auch Corona zum Trotz.

Am Freitag und Samstag wäre eigentlich der Eisenberger Nachweihnachtsmarkt Tradition gewesen. Doch nichts da mit Kuscheln am Glühweinstand und geselligen Runden an der Feuerschale. Die pandemietaugliche Alternative „EIS-Weihnacht“ ist am Donnerstag gestartet und wird sich bis zum 17. Dezember erstrecken.

Der Auftakt zum stimmungsvollen Shoppen im Advent sei recht gut angenommen worden, wussten Händler aus der Innenstadt zu berichten. Und tatsächlich brauchte es in den letzten beiden Tagen etwas mehr Zeit als üblich, um im Zentrum einen freien Parkplatz zu ergattern.

Die Holzländer machen das Beste aus der Situation und scheinen versöhnlich gestimmt. Sogar die Kommunalpolitik. In der schwarz regierten Kreisstadt sehen es selbst die parteipolitischen Konkurrenten als Ehre, wenn der linke Ministerpräsident im März nach Eisenberg kommt. Doch bis dahin ist die Zeit im Corona-geschwängerten und machtpolitisch offenen Thüringen noch weit hin. Die besinnliche Zeit steht vor der Tür. Die Zeit für politischen Anstand und höflichen Abstand. In diesem Sinne: Am Sonntag einen schönen ersten Advent.

Und nicht vergessen, das Handy mitzunehmen, wer dann den Krippenweg durch Eisenberg von der Stadtkirche bis fast hinunter zum Busplatz erkunden will. Die Infos zu den Krippen und der althergebrachten Weihnachtsgeschichte gibt es von den Holzländern in ganz moderner Form: per QR-Code zum Scannen.