Asklepios Stadtroda: Händehygiene ist und bleibt das A&O

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Händewaschen, das A&O des Gesundheitsschutzes.

Händewaschen, das A&O des Gesundheitsschutzes.

Foto: Angelika Munteanu

Stadtroda.  Fünf mal fünf Finger: Am 5.5. ist Tag der Händehygiene. Am Fachklinikum Stadtroda weiß man um die Bedeutung sauberer Hände.

„Hygiene und Infektionsprävention sind nicht ohne Händehygiene machbar“, betont Mirko Rosenkranz, Fachkraft für Krankenhaushygiene und Qualitätsbeauftragter Pflege am Asklepios-Fachklinikum in Stadtroda. „Händehygiene ist insbesondere angesichts der Corona-Pandemie enorm wichtig, um ein weiteres Verschleppen des Virus möglichst einzudämmen“, schließt sich Pflegedirektor Markus Weber an. Gerade in Zeiten wie diesen solle der heutige Tag der Händehygiene alle mit Nachdruck für die Vermeidung von Infektionen durch saubere Hände sensibilisieren.

Hygiene, so Mirko Rosenkranz, bedeute in einem Krankenhaus vor allem auch Präventionsmedizin. Gerade in der aktuellen Pandemielage sei Händehygiene als Basis- und Standardmaßnahme sehr wichtig zur Unterbrechung der Infektionskette.

Ebenso wie Grippeviren verbreite sich Covid-19 zwar primär durch Aerosole. Händehygiene sei nichtsdestotrotz eine unvermeidbare Schnittstelle zur Unterbrechung von Ansteckungen. Das medizinische Personal werde regelmäßig zu diesem Thema geschult.

„Aufgrund der Pandemie finden aber alle Hygiene-Fortbildungen digital statt, um auch hier Begegnungen und damit Infektionsorte weitmöglich zu vermeiden“, erklärt der Hygiene-Experte. Ihm sei es wichtig, zu verdeutlichen, dass alle Hygienemaßnahmen immer mit Händehygiene verbunden sind.

Mindestens 20 bis 30 Sekunden lang waschen

Ohne Händehygiene sei es in einem Krankenhaus nicht möglich, sicher zu arbeiten. Daher sei das Thema Händehygiene auch in allen pandemiebezogenen Schulungen stets fester Bestandteil. Könne doch auch das Anlegen von Masken und Schutzkleidung nur mit entsprechender Händehygiene funktionieren.

In Zeiten von Corona sollte auch für den privaten Bereich gelten, was auch sonst eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Händehygiene, Händehygiene, Händehygiene.

Wer Mikroorganismen vernichten möchte, muss seine Hände mindestens 20 bis 30 Sekunden lang waschen. Wichtig sei es auch, sich nach dem Waschen die Hände gut abzutrocknen. Mindestens ebenso wichtig wie das richtige Händewaschen ist auch die Frequenz: Hände mehrmals am Tag waschen – nach dem Toilettenbesuch, vor dem Kochen und Essen, nach dem Nase putzen, wenn man heim kommt.

Um den Kontakt mit Mikroorganismen zu verringern, ist es empfehlenswert, Computer-Tastaturen oder Telefone öfter abzuwischen und Küchenhandtücher regelmäßig zu wechseln.

„Die Hände sind das größte Übertragungsmedium für Krankheitserreger. Deshalb ist Händehygiene Grundlage aller hygienischen Präventionsmaßnahmen“, erklärt Rosenkranz. Sie sei der „Schutz Nummer eins“ vor Infektionen und trage einen großen Teil zur Patientensicherheit bei. „Als eines der wirksamsten Mittel zur Vermeidung von Infektionen hat sich das regelmäßige Desinfizieren der Hände erwiesen“, erläutert er.

Zur Sache:

Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2009 initiierte „Internationale Tag der Händehygiene“ soll alljährlich die Aufmerksamkeit des medizinischen Personals auf die Händehygiene lenken.

Diese umfasst, laut Robert-Koch-Institut, neben der von der WHO besonders hervorgehobenen Händedesinfektion auch die Aspekte des Händewaschens, des Hautschutzes und des Tragens von Handschuhen.

Das fixe Datum des 5.5. ist übrigens alles andere als willkürlich gewählt. Vielmehr symbolisiert es die fünf Finger jeder Hand.