Sturm „Sabine“: Zahlreiche Einsätze im Saale-Holzland

Eisenberg.  Bäume umgestürzt, Stromversorgung gekappt: Sturm „Sabine“ sorgt seit Sonntag für zahlreiche Einsätze auch im Saale-Holzland-Kreis.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Klosterlausnitz beseitigt Bäume, die im Sturm „Sabine“ umgestürzt sind.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Klosterlausnitz beseitigt Bäume, die im Sturm „Sabine“ umgestürzt sind.

Foto: Foto: Feuerwehr Bad Klosterlausnitz

Für eine Vielzahl von Feuerwehreinsätzen hat der Sturm „Sabine“ auch im Saale-Holzland-Kreis gesorgt. Der Bereich Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt hat im Zeitraum von Sonntag 12 Uhr bis zum Montagmorgen 9 Uhr 27 Feuerwehreinsätze im Zusammenhang mit dem Sturmtief registriert. Gründe seien in er Hauptsache umgestürzte Bäume entlang von Straßen gewesen. Mitunter wurden auch Telefonleitungen parallel zu den Straße durch umstürzende Bäume beschädigt, heißt es aus dem Landratsamt. Ein Baum, der auf eine Stromleitung am Ortsausgang Geisenhain in Richtung Oberbodnitz gefallen war, sorgte offenbar zu Stromausfällen im Bereich Stadtroda.

Bei der Thüringer Energie AG seien bis Montagmittag drei Störungen im Saale-Holzland-Kreis gemeldet worden, informiert TEAG-Pressesprecher Martin Schreiber und erklärt: „Die Schäden sind längst nicht so groß wie im Orkan Kyrill. Das ist auch der Modernisierung unseres Netzes in den vergangenen zehn Jahren zu verdanken, das durch Erdverkabelungen störunanfälliger geworden ist.“

Stromisolator vom Sturm aus der Hauswand gerissen

In Eisenberg war der Bereich Heimstättensiedlung/Gerichtsberg am Sonntagabend kurzzeitig von einem Stromausfall betroffen. „An einem Freileitungshausanschluss wurden durch die Windlast die Isolatoren aus der Wand herausgerissen“, berichtet der Geschäftsführer der Netzgesellschaft Eisenberg, Jan Fuhrberg-Baumann. Gemeinsam mit der Feuerwehr sei der Anschluss gesichert worden.

In der Eisenberger Siedlung war für etwa 25 Häuser ab 21.30 Uhr die Stromversorgung für 45 Minuten unterbrochen. „Dies betraf nur solche Anschlüsse, die noch über die Freileitung versorgt werden“, schränkte der Chef der Netzgesellschaft ein.

Vor allem umgestürzte Bäume auf Straßen machen vielen Feuerwehren im Landkreis zu schaffen. Laut des Bereiches Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt häuften sich die Einsätze in der Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg und im Raum Bad Klosterlausnitz seit Sonntag.

Die Bundesstraße 88 zwischen Camburg und Dorndorf-Steudnitz musste am Sonntagabend für anderthalb Stunden gesperrt werden. Ein umgestürzter Baum versperrte die Durchfahrt. Die Feuerwehr Dornburg-Camburg rückte bis Montagmittag zu insgesamt acht Einsätzen aus, größtenteils wegen herabgefallener Bäume. Quasi im Dauereinsatz ist auch die Wehr von Bad Klosterlausnitz gewesen.

Auch Montagnachmittag noch wurde sie alarmiert, weil auf den Landesstraßen in Richtung Schöngleina und nach Serba Bäume auf die Straße gestürzt waren, informierte der Ordnungsamtsleiter Stephan Sachse. Am Montagmorgen versperrte ein umgestürzter Baum die Straße hinauf zur Leuchtenburg. Die Freiwillige Feuerwehr Kahla musste das Areal vom Holz befreien, die Straße war kurzzeitig gesperrt. Auch die Umleitungsstrecke auf der B 88 war am Montagmorgen kurzzeitig nicht befahrbar, weil Dachziegel von einer Scheune in Oelknitz herunterfielen, sagt Stadtbrandmeister Frank Lötel. Die Kameraden sicherten das Dach und kehrten die Strecke. Wegen umgestürzter Bäume mussten auch die Wehren im Heideland und im Stadtgebiet von Schkölen ausrücken.

Im Eisenberger Mühltal waren die Kameraden der Feuerwehr Weißenborn am Montag quasi im Dauereinsatz wegen umgestürzter Bäume. Unterstützt wurden sie dabei von der Stützpunktfeuerwehr Eisenberg. Ausdrückliche Sperrungen seien vor dem angekündigten Sturm nicht vorgenommen worden, „aber das Mühltal sollte vorerst nicht betreten werden“, warnt Eisenbergs Haupt- und Ordnungsamtsleiter Holger Schmoock.