Besser retten mit der Feuerwehr in Bürgel

Bürgel.  Neuer Defibrillator soll in Notsituationen zur Verfügung stehen. Mit dem ersten Fahrzeug rückt das Gerät nun stets mit aus.

Hartmut Voigt vom Feuerwehrverein, Bürgermeister Johann Waschnewski, Elisabeth Lorbeer und Stadtbrandmeister Daniel Standt (v.l.) freuen sich über einen neuen Defibrillator, den die Einsatzabteilung der Feuerwehr ab sofort im Notfall nutzen kann.

Hartmut Voigt vom Feuerwehrverein, Bürgermeister Johann Waschnewski, Elisabeth Lorbeer und Stadtbrandmeister Daniel Standt (v.l.) freuen sich über einen neuen Defibrillator, den die Einsatzabteilung der Feuerwehr ab sofort im Notfall nutzen kann.

Foto: Florian Girwert

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es spricht! „Gerät okay“, sagt der gelbe Kasten im Computer-Befehlston. Dann folgt „Bewusstsein prüfen“, während auf dem Smartphone-großen Bildschirm ein Zeichentrick-Mensch zu sehen ist. Nach weiteren Anweisungen befiehlt das Gerät, man möge jetzt die Elektrodenpackung entfernen und die Elektroden an der Brust anbringen, wie es auf dem Bildschirm gezeigt wird. Dort wird auch mit Hilfe der gezeichneten Figur erläutert, wo die Herzmassage vorzunehmen ist. Der gelbe Kasten ist ein Defibrillator, den der Feuerwehrverein aus Spendenmitteln und auch mit Hilfe der Stadt Bürgel für die Einsatzabteilung der freiwilligen Feuerwehr angeschafft hat. „2400 Euro kostet das“, sagt Hartmut Voigt vom Feuerwehrverein.

Bei Herzversagen kann das Gerät mittels elektrischem Strom das Herz wieder zum Schlagen bringen und wertvolle Sekunden gewinnen, bis der Rettungsdienst am Ort des Geschehens eintrifft.

Eingesetzt werden soll das Gerät etwa dann, wenn die Feuerwehr unterwegs ist und womöglich auf eine Person trifft, die reanimiert werden muss. „Zum Glück war ins solchen Fällen bisher auch immer der Rettungsdienst da“, sagt Stadtbrandmeister Daniel Standt. Natürlich werde es auch eine Einweisung für die Kameraden der Feuerwehr geben, selbst wenn das Gerät die nötigen Schritte in großer Lautstärke referiert, damit auch ungeübte Personen es anwenden können.

Sorgen um nachlassende Batterien müsse man sich nicht machen, sagt Standt. Die Batterie halte ihre Ladung für fünf Jahre – vorausgesetzt, sie bleibt unbenutzt. Aufbewahrt werden soll das Gerät stets im Löschgruppenfahrzeug, das als erstes zum Einsatz ausrückt. „Und falls nicht – im Feuerwehrgerätehaus sind die Türen der Fahrzeuge offen, da lässt es sich schnell herausnehmen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren