Bloß nicht wieder Letzter werden

St.Gangloff  Kreisliga 2019/20 Eigentlich war St. Gangloff schon abgestiegen, doch dann stieg die SG Rockau/Schkölen in die Kreisliga freiwillig ab. Nun wagt man einen Neuanfang

Haben auch 2019/20 das Kommando an der Außenlinie: Marko Münch (links) und Maximilian Zapf.

Haben auch 2019/20 das Kommando an der Außenlinie: Marko Münch (links) und Maximilian Zapf.

Foto: Jens Henning

Nicht wieder Letzter in der Abschlusstabelle werden, das ist das große Ziel der Fußballer des SV St. Gangloff für die kommende Saison in der Kreisliga. Dass der Traditionsverein, der im Fußball schon deutlich bessere Zeiten erlebt hat, überhaupt weiter in der Kreisliga spielen darf, lag an der Personalmisere beim bisherigen Liga-Kontrahenten aus Rockau. Die Verantwortlichen der SG Rockau/Schkölen zogen ihre Mannschaft aus der Kreisliga freiwillig zurück, obwohl sie die sportliche Qualifikation geschafft hatten. Der SVG, bei dem man schon für die 1. Kreisklasse geplant hatte, profitierte davon.

In der Sommerpause hat sich einiges getan bei den Sankt Gangloffern. Der Spielerkader wurde mit sieben neuen Spielern ergänzt und verstärkt. Zum Hoffnungsträger wird Eigengewächs Franz Gruber, der Sohn von SVG-Urgestein Holger Gruber. Sohnemann Franz spielte zuletzt in der Kaderschmiede JFC Gera in der Verbandsliga.

Der A-Junior entschied sich für den SVG, „weil er etwas erreichen möchte mit seinem Heimatverein. Er hat einiges vor. Er will seine Nebenleute mitreißen. Wir sind sehr froh, dass er sich für uns entschieden hat. Er hätte sicher auch das Zeug, in höherklassigen Vereinen Fußball zu spielen“, sagte SVG-Trainer Marko Münch.

Münch bildet wieder mit Maximilian Zapf das Trainer-Duo an der Außenlinie. Beide Sportfreunde verstehen sich sehr gut. Es gibt eine klare Aufgabenteilung im Training. Franz Gruber soll das größte Problem des aktuellen SVG-Jahrganges lösen – die Abschlussschwäche. In der abgelaufenen Saison erzielten die eingesetzten Spieler nur 27 Tore. Das war der Mini-Wert der gesamten Liga. Die anderen 13 Mannschaften erzielten 30 und mehr Tore.

Nicht nur das Toreschießen soll sich verbessern, auch das Verhindern von Gegentoren. 89 Gegentreffer in 26 Spielen, auch das war Liga-Spitze, allerdings nur dann, wenn man die Tabelle der Gegentore von unten betrachtet. Nominell haben die Sankt Gangloffer drei Torhüter im Aufgebot. „Wir hoffen, von Verletzungen verschont zu bleiben, gerade auf der Torhüter-Position“, sagte Münch.

In der abgelaufenen Saison standen die Gangeldorfer wochenlang ohne etatmäßigen Keeper da. Die Konsequenz war klar: Es mussten Sportfreunde aushelfen. Da zog sich Holger Gruber die Handschuhe an, da versuchte sich Trainer Münch auf der zentralen Position.

Sieben neue Spieler künftig im Kader

Münch und Zapf hoffen in der nächsten Spielzeit auf eine Reaktion der Mannschaft nach Gegentoren. „Da sind wir in der vorigen Saison oft in ein Loch gefallen. Wir brauchten sehr lange, um uns von diesen Rückschlägen zu erholen. In einigen Spielen haben wir das gar nicht mehr geschafft. Da gab es kein Aufbäumen mehr.“

Beim Liga-Start am 25. August kommt der Nachbar FV Bad Klosterlausnitz nach Sankt Gangloff. Diese Ansetzung gab es bereits am ersten Spieltag vor einem Jahr. Damals siegte der Gast durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 1:0. „Diesmal wollen wir es natürlich besser machen. Ich bin guter Hoffnung, dass wir gegen Klosterlausnitz gewinnen können und dass die drei Punkte bei uns bleiben. Das wäre natürlich ein toller Auftakt“, sagte Münch.

Von einem Sieg waren die Sankt Gangloffer vorigen Sonntag in der ersten Runde des Kreispokal-Wettbewerbes des KFA Jena-Saale-Orla gegen den Kreisoberliga-Absteiger SG TSV 1860 Ranis meilenweit entfernt. Bis zur 73. Minute sah es noch sehr manierlich an, als Franz Gruber zum zwischenzeitlichen 2:5 verkürzen konnte. Auf die letzten zwölf Minuten der Partie hätten die meisten der 35 Zuschauer auf dem Rasenplatz hinter der Schule mit hoher Wahrscheinlichkeit gern verzichtet. Die Raniser schraubten das Ergebnis durch vier Tore auf 9:2.

Bis zum Punktspielstart gegen Bad Klosterlausnitz verbleiben noch der Sankt Gangloff zehn Tage. Nächsten Sonntag folgt die Generalprobe ab 14.30 Uhr im sechsten und letzten Testspiel gegen die Reserve des SV Blau-Weiß Niederpöllnitz.

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