Christiane Putzer zur Bürgermeisterin in Weißenborn gewählt

Weißenborn.  Stimmenanteil für die Bewerberin liegt deutlich über der Stimmenzahl für den Amtsinhaber. Wahlbeteiligung unter 50 Prozent.

Christiane Putzer ist nach dem vorläufigen Wahlergebnis vom Sonntag, 13. September, mit der deutlichen Mehrheit der Wählerstimmen zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin in Weißenborn gewählt worden.

Christiane Putzer ist nach dem vorläufigen Wahlergebnis vom Sonntag, 13. September, mit der deutlichen Mehrheit der Wählerstimmen zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin in Weißenborn gewählt worden.

Foto: Frank Kalla

Christiane Putzer wird die neue Bürgermeisterin in Weißenborn. Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag in der Holzland-Gemeinde konnte sie deutlich mehr Wählerstimmen holen als der bisherige Amtsinhaber Mike Lichtner.

Nach dem vorläufigen Wahlergebnis entfielen 327 der 474 gültigen Stimmen auf Christiane Putzer. 147 der gültigen Stimmen erhielt der Amtsinhaber Mike Lichtner. Die Wahlbeteiligung lag sehr niedrig bei nur 49,54 Prozent, informierte nach der Auszählung die stellvertretende Wahlleiterin Denise Acker. Bei der Wahl vor sechs Jahren, als Mike Lichtner zum Bürgermeister gewählt wurde, lag die Wahlbeteiligung noch bei 57,3 Prozent. Diesmal hatten nur 488 der 985 wahlberechtigten Weißenborner ihre Stimme abgegeben, 142 von ihnen per Briefwahl. 14 Stimmen waren ungültig: zehn Briefwahlstimmen und vier Wahlzettel, die in der Wahlkabine ausgefüllt wurden.

Im Dorf hatte das Wahlergebnis am Sonntagabend schnell die Runde gemacht. „Ich bin sehr aufgeregt gewesen“, sagte Christiane Putzer, nachdem das Ergebnis feststand. Dass sie gewinnen würde, habe sie nicht ausgeschlossen. „Aber man weiß ja nicht, was kommt, wenn man zum ersten Mal kandidiert.“ Mitglied im Gemeinderat ist sie seit dem vergangenen Jahr.

Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht die designierte Bürgermeisterin, die von der Wählergemeinschaft Jugendverein/Sportverein/Traditionsverein zur Wahl aufgestellt wurde, im Erhalt der Weißenborner Grundschule in der Trägerschaft der Gemeinde. Und natürlich wolle sie für die Weißenborner Bürger dasein. Sie ist sich sicher, dass sie ihren Beruf als zahnmedizinische Fachangestellte und die Arbeit im Tischlereibetrieb ihres Mannes mit dem aufwendigen Ehrenamt unter einen Hut bekommen wird. „Mit meiner Familie hatte ich die Kandidatur besprochen, sie steht hinter mir“, sagt die 48-jährige Mutter zweier Kinder, die bereits aus den Kinderschuhen heraus sind.

Leicht werde die Arbeit in der Gemeinde sicherlich nicht, das ist der künftigen Bürgermeisterin bewusst. Das Geld ist knapp, Weißenborn befindet sich in der Haushaltssicherung. „Aber es gibt viel zu tun“, sagt Christiane Putzer. Vor allem Brückenbauen – in jedweder Hinsicht. „Zwei Brücken im Dorf sind marode und müssen erneuert werden, dafür brauchen wir Geld“, sagt sie. Brücken bauen will sie auch zu den Menschen in Weißenborn und es vielleicht schaffen, wenigstens einige der vielen, die nicht zur Wahl gegangen sind, für das Leben im Dorf zu interessieren.

Zur Feststellung des Ergebnisses bei der Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters in Weißenborn tagt der Wahlausschuss der Gemeinde in öffentlicher Sitzung am Montag, 14. September, um 18 Uhr im Gemeindebüro im Bürger- und Bildungszentrum in der Schulstraße 5 (hinter der Schule) in Weißenborn.

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