Eisenberg: Baumschäden im Tannecker Forst

Eisenberg.  Nachgehakt: Die Dürre-Sommer 2018 und 2019 haben Buchen und Eichen zugesetzt. Zahlreiche Bäume mussten deswegen gefällt werden.

Eisenberger haben sich über Baumfällungen im Tannecker Forst beschwert. Laut Waldbesitzer Jobst Kühn von Burgsdorff seien das jedoch nötige Verkehrssicherungsmaßnahmen gewesen.

Eisenberger haben sich über Baumfällungen im Tannecker Forst beschwert. Laut Waldbesitzer Jobst Kühn von Burgsdorff seien das jedoch nötige Verkehrssicherungsmaßnahmen gewesen.

Foto: Anja Polten

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„Der entsetzliche Zustand unseres Tannecker Waldes ist seit einiger Zeit in vieler Menschen Munde“, heißt es in einem Leserbrief von Anja Polten und Simone Sattari an unsere Redaktion. Sie beklagen, dass von sensibler Bewirtschaftung keine Rede mehr sein könne. „Der Erhalt von alten Wegen, die nicht als solches in Wanderkarten eingetragen, jedoch seit Generationen begangen werden, spielt absolut keine Rolle“, heißt es. Und das, so wörtlich, „Ausschlachten eines sehr alten, gesunden Baumbestandes, hier besonders der mächtigen Buchen und Eichen um den ehemaligen Friedensteich, empört Spaziergänger, Jogger und Kinderwagenschieber.“

Alte Eiche direkt am Wanderweg wurde zum Risiko

Die Baumfällungen im Tannecker Forst seien reine Verkehrssicherungsmaßnahmen gewesen, betont Waldbesitzer Jobst Kühn von Burgsdorff. Die Dürre-Sommer hätten im Wald Schäden hinterlassen. „Vor allem die alten Buchen sind trocken geworden und innen zum Teil faul.“ Bei Sturm könnten Äste dann leicht abbrechen und zur Gefahr für Leib und Leben werden, zumal sich in unmittelbarer Nähe Kleingärten befinden. Er sei genauso traurig wie die Tannecker, dass auch eine alte Eiche fallen musste. „Hätte sie mitten im Wald gestanden, hätte ich sie gelassen.“ Da der Baum aber direkt neben einem stark frequentierten Wanderweg stand, war ihm das Risiko zu groß, da auch dieser Baum zahlreiche trockene Äste aufwies. Ihn ärgert, dass Ausflügler immer wieder von vorhandenen Wegen abweichen: „Sie laufen einfach quer durch den Wald.“ Selbst als der Wald im vergangenen Jahr nach Sturmschäden kurzzeitig gesperrt wurde, hätten das Familien mit Kindern einfach ignoriert.

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