Eisenberg: Die Herbstzeit ist Tee-Zeit

Eisenberg.  Der heutige 16. Oktober wird erstmals als „Tag des losen Tees“ zelebriert und soll von nun an jährlich an die Tee-Kultur erinnern.

Michael von Thaler , Teehändler in Eisenberg

Michael von Thaler , Teehändler in Eisenberg

Foto: Angelika Munteanu

1.Herr von Thaler, haben Sie als Teehändler von dem neuen Gedenktag schon gehört?

Nicht wirklich, aber ich habe mich kundig gemacht. Eingeführt wird der „Tag des losen Tees“ von einem großen deutschen Tee-Handelsunternehmen. Ich beziehe meine Teesorten jedoch von einem anderen Großhandelsunternehmen. Gerade sind 36 Kilogramm frisch geliefert worden. Die Herbstzeit ist schließlich Tee-Zeit.

2.Tee ist Ihr Lebenselixier. Welcher ist im Trend?

Das ist sehr abhängig vom Geschmack der Kunden. Und die Auswahl aus etwa 320 Teesorten in den Regalen, davon 240 in losen Blättern, kommt dem auch entgegen. Manche Kunden kommen sogar aus Leipzig nach Eisenberg, weil sie hier Sorten finden, die sie in Leipzig nicht bekommen.

Seit zwei, drei Jahren sind Kräutertees ganz stark im Kommen. In aromatischen Kräutermischungen oder auch pure Kräuter, die für ihre heilende Wirkung bekannt sind wie Teufelskralle, Wermut, Thymian oder Ringelblume.

Der über einige Zeit in Mode gewesene Rooibostee wird kaum noch nachgefragt. Ich persönlich hab’ ihn nie besonders gemocht.

3.Welche Teesorte bevorzugen Sie persönlich?

Vor allem Grünen Tee. Zu Hause kochen wir jeden Morgen eine große Kanne und ich trinke einen Dreiviertel Liter. Im Unterschied zum Kaffee, der für kurze Zeit den Kreislauf anregt, wirkt Grüner Tee auf das zentrale Nervensystem, und die anregende Wirkung ist von längerer Dauer. Es kommt natürlich immer darauf an, dass jede Teesorte richtig zubereitet wird. Für Grünen Tee sollte man nicht zuviele Blätter nehmen. Das abgekochte Wasser muss vor dem Aufgießen auf etwa 80 Grad Celsius abkühlen und der Aufguss nicht zu lange ziehen.