Eisenberg: Keine Ortsumfahrung durch Malzbachtal gewollt

Julia Grünler
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Der Banner an der Jenaer Straße in Eisenberg mir dem Ruf nach einer Orts-Umgehungsstraße. 

Der Banner an der Jenaer Straße in Eisenberg mir dem Ruf nach einer Orts-Umgehungsstraße. 

Foto: Julia Grünler

Eisenberg.  Antrag der SPD-Fraktion im Eisenberger Stadtrat erneut auf Tagesordnung

In der jüngsten Stadtratsitzung in der Eisenberger Stadthalle haben die 19 anwesenden Ratsmitglieder am Donnerstagabend erneut hitzig über den Antrag der SPD-Fraktion auf Ablehnung einer Trassenführung der Umgehungsstraße durch das Eisenberger Malzbachtal diskutiert.

Konkret ging es in der Debatte um den Teil zwischen dem ehemaligen Ostbahnhof und der Gösener Straße. Bereits am 2. Juni wurde der Antrag der SPD-Fraktion im Stadtrat besprochen, dann jedoch zunächst in den Bauausschuss am 12. Juli verwiesen. Sowohl in diesem, als auch im Hauptausschuss am 8. September tauschten sich die jeweiligen Mitglieder über den Antrag der Fraktion aus. Im Bauausschuss sprachen sich die Anwesenden mehrheitlich für den Antrag aus und im Hauptausschuss mehrheitlich dagegen. Man wolle auf eine Umgehungsstraße durch das Malzbachtal verzichten, um ein Stück Eisenberger Natur zu schützen und man fordere eine klare Stellungnahme, erläuterte Ingo Lippert (SPD) zu Beginn der Debatte am Donnerstag. Dennoch wolle seine Fraktion keinen Beschluss gegen eine Umgehungsstraße, sagte er.

Bauamtsleiterin Gabriele Daßler erläuterte, die Stadt habe den ersten Abschnitt der Planung begrüßt, beim zweiten jedoch Bedenken angemeldet. Bürgermeister Michael Kieslich (CDU) erklärte, eine Führung durch das Tal sei nicht gewollt, jedoch sei es wichtig, den Freistaat durch eine Ablehnung dieser Art nicht aus der Verantwortung zu entlassen.

Knappes Abstimmungsergebnis

Nach einer regen Diskussion stimmten die Anwesenden namentlich über den Antrag ab. Mit neun Stimmen dagegen und zehn Stimmen dafür wurde der Antrag angenommen. In diesem heißt es sinngemäß, dass die Stadt Eisenberg die Nutzung der Bahntrasse durch das Tal als mögliche Streckenführung für eine Ortsumgehung grundsätzlich ablehnt sowie dass der Bürgermeister beauftragt wird, die Entscheidung des Stadtrates den zuständigen Landesbehörden und der Regionalplanung schriftlich mitzuteilen.