Pflanzaktion im Friedenspark

Eisenberg: Klimafeste Bäume als Nahrungsquelle für die Bienen

Eisenberg.  Ersatzpflanzungen im Stadtpark der Saale-Holzland-Kreisstadt sind vorerst abgeschlossen.

Bürgermeister Michael Kieslich, Bauamtsleiterin Gabriele Daßler und Landschafts- und Gartenbaumeister Uli Rosenkranz (von links) gießen einen der neu gesetzten Bäume im Eisenberger Friedenspark an.

Bürgermeister Michael Kieslich, Bauamtsleiterin Gabriele Daßler und Landschafts- und Gartenbaumeister Uli Rosenkranz (von links) gießen einen der neu gesetzten Bäume im Eisenberger Friedenspark an.

Foto: Angelika Munteanu

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Der Unmut bei etlichen Eisenberger Bürgern ist groß gewesen, als im Friedenspark Bäume gefällt wurden. Im großen Stil fielen mehrere alte große Bäume im Frühjahr dieses Jahres der Motorsäge zum Opfer. Schon im Vorjahr war einer der großen Kastanienbäume bis auf den Stumpf heruntergesägt worden. „Das alles war notwendig, um die Verkehrssicherheit im öffentlichen Stadtpark zu gewährleisten“, erinnert Eisenbergs Bauamtsleiterin Gabriele Daßler.

Und auch daran, dass die Fällungen nur mit der Genehmigung der Umweltbehörde und nur mit einem Konzept der Stadt für Ersatzpflanzungen möglich gewesen waren. Das sei, nachdem es mit der Umweltbehörde im Landratsamt abgestimmt war, noch einmal überarbeitet worden, erläutert die Bauamtsleiterin. Und Bürgermeister Michael Kieslich erklärt dazu: „Wir wollten Bäume setzen lassen, die unserer Stadt-Aktion für ein Bienen-freundliches Eisenberg gerecht werden und die auch mit dem Klimawandel und längeren Trockenperioden und heißen Sommertagen zurecht kommen.“

Der Ersatz ist jetzt gepflanzt und die Lücken in den Baumreihen des Friedensparks sind nun geschlossen. Den letzten Schliff hat der Park bei einer Baumpflanzaktion erhalten. „Das war ziemlich müßig“, sagt im Nachgang Landschafts- und Gartenbaumeister Uli Rosenkranz aus Eisenberg.

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Das Wetter war an dem Tag zum Pflanzen schwierig und der Boden am Morgen noch leicht gefroren. Zum bienenfreundlichen Tupelo-Baum, der im April dieses Jahres bereits gesetzt wurde, haben sich nun noch zwei Tulpenbäume, zwei Zuckerahorn, ein Bergahorn, eine Blutbuche und zwei ungarischen Eichen gesellt.

Die jungen Bäume im Friedenspark stammen allesamt aus einer Baumschule im Teutoburger Wald. Das hat Gründe: Mehrere Baumschulen, auch in der Region, seien angefragt gewesen, keine aber habe das komplette gewünschte Baumsortiment im Angebot gehabt, außer jener im Teutoburger Wald, sagt Uli Rosenkranz, unter dessen Regie die neuen Bäume angepflanzt worden sind. Zudem würden in der Region im Teutoburger Wald ähnliche Boden- und Regenbedingungen herrschen wie in Eisenberg. Somit könnten die jungen Bäume mit den Gegebenheiten im Friedenspark gut zurecht kommen. Insektenfreundlich sind auch die Sträucher, die entlang der halbhohen Parkmauer zur Friedrich-Ebert-Straße hin gesetzt wurden: fünf falsche Jasminbüsche und fünf Fliederbüsche in Violett und Weiß.

Mit der Arbeit im Friedenspark ist die Eisenberger Gartenbaufirma Rosenkranz nicht am Ende. Von der Stadt ist sie mit der Fertigstellungspflege über eine Vegetationsperiode beauftragt worden. Es wird zu düngen sein. Je nach Wetterlage wird mehrmals im Jahr zu gießen sein. Baumbindungen sind zu kontrollieren und bei Bedarf nachzubessern. Die Baumscheiben müssen vom Aufwuchs befreit und die Schichten Rindenmulch um den jungen Bäumen eventuell nachgebessert werden.

Fachmann Uli Rosenkranz sieht im Friedenspark für die nächsten Jahre aber noch mehr Arbeit. Die noch stehenden Pappelbäume werden in einigen Jahren ihr Lebensalter von etwa 70 Jahren erreicht haben und eines Tages auch weichen und ersetzt werden müssen.

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