Eisenberg-Pfandtassen auch zum Mitnehmen für Sammler

Eisenberg.  Innenstadtinitiative will nachhaltiges Geschirr für die Feste in der Kreisstadt anschaffen. Start dafür spätestens zum 15. Landmarkt 2020.

Beate Schorsch und Christine Daum (von links) von der Eisenberger Innenstadtinitiative. Die Initiative setzt auf Nachhaltigkeit und will Pfandtassen mit Eisenberg-Motiv zu den nächsten Festen in der Stadt einführen. 

Beate Schorsch und Christine Daum (von links) von der Eisenberger Innenstadtinitiative. Die Initiative setzt auf Nachhaltigkeit und will Pfandtassen mit Eisenberg-Motiv zu den nächsten Festen in der Stadt einführen. 

Foto: Angelika Munteanu

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Teller aus Pappe oder gar Plastik sind auf dem Eisenberger Landmarkt längst tabu. Nun will die Eisenberger Innenstadtinitiative nachlegen – mit richtigen Tassen aus Porzellan oder Keramik für Kaffee, Tee oder auch Glühwein für die Gäste zu den Festen in der Stadt. „Nachhaltigkeit liegt uns am Herzen“, argumentiert Christine Daum von der Innenstadtinitiative. Anderswo gibt es auf Stadtfesten solche Lösungen bereits mit Pfand-Tassen und -Gläsern. Eisenberg solle da nicht nachstehen. Aber abheben von den anderen solle sich die Saale-Holzland-Kreisstadt mit ihren Pfand-Trinkgefäßen künftig schon, meint die Eisenberger Innenstadtinitiative. Ihr schweben Tassen vor, die nicht nur wiederverwendbar und damit umweltfreundlich sind. Sondern sie sollen auch noch besonders aussehen – verziert mit einem Eisenberg-Motiv. Vielleicht auch wechselnden Motiven aus der Stadt als Serie für Sammler.

„Eine Möglichkeit für das erste Motiv wäre die wunderschöne Stadt-Silhouette, die Mario Gerth für die Fotochallenge zum ersten Heimat-Shoppen in diesem Jahr in Eisenberg gemalt hat“, überlegt Beate Schorsch. Entschieden ist das aber noch nicht. Und auch nicht, wo die künftig nötigen Hunderte Tassen mit Eisenberg-Motiv gefertigt werden sollen. „Wir haben uns schon umgetan. Handgetöpferte Exemplare aus der Region wären zwar schön, aber nicht bezahlbar“, rechnet Christine Daum. Vielleicht lasse sich aber mit einer der Porzellanfabriken Kreis verhandeln.

Auch über die Höhe des Pfandes für die noch zu beschaffenden und zu gestaltenden Tassen ist noch nicht entschieden. „Fünf Euro wären eine glatte Summe“, wägt Beate Schorsch ab. Das Pfandgeld bekommt schließlich jeder, der seine Tasse auf dem Festgelände wieder abgibt, auch wieder zurück. Nimmt er sie für seine künftige Eisenberg-Sammeltassen-Kollektion mit nach Hause, dann sollte der wahre Tassenpreis mit dem Pfandgeld auch abgedeckt sein.

Noch Vieles gibt es zu klären für die Einführung des umweltfreundlichen Pfandsystems zu den Festen in der Kreisstadt. „Die gesamte Logistik müssen wir noch in der Innenstadtinitiative besprechen: Wer sammelt die leeren Tassen wieder ein und zahlt das Pfandgeld zurück und wer wird hunderte Tassen schnell abwaschen, damit sie gleich wiederverwendet werden können?“, erläutert Christine Daum.

Der Unterstützung der Stadt ist sich die Innenstadtinitiative schon einmal sicher. Die Mitglieder im Hauptausschuss haben einstimmig beschlossen, dass es für das Ausrichten des Eisenberger Landmarkts Anfang Oktober 2020 einen städtischen Zuschuss von 2000 Euro geben wird – 1200 Euro mehr als in den Vorjahren. „Das Geld ist aber nicht allein für die Eisenberg-Pfandtassen bestimmt“, erklärt Christine Daum. „Die 15. Auflage des Landmarktes soll etwas Besonderes werden und da möchten wir einen Teil des Geldes auch in ein attraktives Kulturprogramm investieren.“

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