Eisenbergs Bauhof rüstet auf

Eisenberg.  Nachgehakt: Was tut der Winterdienst in der Kreisstadt ohne richtigen Winter?

Uwe Serfling, Leiter des Bauhofs der Stadt Eisenberg, in der Salzhalle am Unimog , den die Kommune für den Winterdienst gemietet hat.

Uwe Serfling, Leiter des Bauhofs der Stadt Eisenberg, in der Salzhalle am Unimog , den die Kommune für den Winterdienst gemietet hat.

Foto: Angelika Munteanu

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Anders als in den Vorjahren hat auch im Saale-Holzland der Winter spät begonnen und ist vergleichsweise mild. Was also tut der Winterdienst in Eisenberg ohne echten Winter? Unsere Zeitung hat im Eisenberger Rathaus nachgehakt: Mit dem Winterdienst waren die Mitarbeiter des Bauhofs in Eisenberg in dieser Saison mangels Schnee noch wenig beschäftigt. Zwar ist man immer wieder auf den 100 Kilometern Gemeindestraßen und Radwegen unterwegs seit dem 23. November, heißt es aus der Stadtverwaltung. Tatsächlich hat es aber bisher nur am 12. Dezember und am 19. Januar so geschneit, dass die Flocken für kurze Zeit liegen geblieben sind und von den Straßen geräumt werden mussten. Gelegentlich habe man auf überfrorene Nässe und Reifglätte reagieren müssen. Derzeit besteht keine Aussicht auf die Zustände von vor einem Jahr, wo nicht nur der Tiergarten wegen zu viel Schnee gesperrt werden musste.

Erst 16 von 220 Tonnen Streusalz verbraucht

In diesem Winter mussten von 220 Tonnen Streusalz im Lager bisher erst 16 Tonnen genutzt werden. Von drei möglichen Einsatzfahrzeugen für den Winterdienst sind ein Mercedes Unimog und ein Kubota-Traktor angemietet. Einer der sechs Mitarbeiter des Bauhofs ist für Handstreuung vorgesehen, die anderen werden auf den Fahrzeugen eingesetzt. Bei extremen Wetterlagen ist es nach Auskunft der Stadt möglich, dass auf die Handstreuung verzichtet wird, um die Fahrzeuge im Schichtbetrieb fahren lassen zu können. Ob Geld gespart wird, lässt sich von Seiten der Stadt noch nicht sagen. „Der Winter dauert noch einige Zeit“, so Bürgermeister Michael Kieslich.

Bauhof-Mitarbeiter haben weitere Aufgaben

Speziell für den Winterdienst sei der Bauhof mit Technik aufgerüstet worden, sagt der Bürgermeister. Der Unimog helfe dem Winterdienst, die Hanglagen im Stadtgebiet zu bewältigen. Dafür seien die kleinere Fahrzeuge nicht geeignet. Das Fahrzeug sei zunächst für den Winterdienst angemietet worden. Es gebe Überlegungen, inwieweit er dauerhaft genutzt werden könnte. Die sechs Mitarbeiter des Bauhofs werden dauerhaft vorgehalten, da der Bauhof weitere Aufgaben zu bewältigen habe, so Kieslich. Dazu gehören beispielsweise Teile der Straßenreinigung und Pflegearbeiten im Stadtgebiet. „Da, wo Drittanbieter ihre Verträge mit uns aufgeben, werden die Arbeiten von Bauhofmitarbeitern übernommen“, erläutert Kieslich. Entfallen ist seit Jahresbeginn die Pflege die Gewässer zweiter Ordnung in der Stadt – also für den Malzbach und die Rauda. Diese Gewässer werden jetzt vom neuen zuständigen Gewässerunterhaltsverband betreut.

Für Bauhof wird fester Standort gesucht

Ziel sei es, das Bauhofteam zu einer „schnellen Eingreiftruppe“ in der Kreisstadt zu entwickeln, so der Bürgermeister. Er räumt ein, dass die Leistungsfähigkeit sich aber noch in der Aufbauphase befinde. Ungeklärt ist bisher auch noch ein dauerhaftes Domizil für die städtische Einrichtung. Bisher ist sie in einer angemieteten ehemaligen Fabrikhalle untergebracht. „Wir sind noch auf der Suche nach einer geeigneten Fläche“, sagt Kieslich.

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