Erneuerbare Energien sind für Schkölen ein Standortfaktor

Schkölen.  Busplatz neu gestalten, Bauplätze schaffen, Straßen sanieren: Zum Neujahrsempfang stellt Bürgermeister Matthias Darnstädt Pläne für das neue Jahr vor.

Martin Bierbrauer, Vorsitzender der VG Heideland-Elstertal-Schkölen, Landrat Andreas Heller, Bürgermeister Matthias Darnstädt und der Eisenberger Bürgermeister Michael Kieslich (von links) stoßen auf ein erfolgreiches 2020 an.

Martin Bierbrauer, Vorsitzender der VG Heideland-Elstertal-Schkölen, Landrat Andreas Heller, Bürgermeister Matthias Darnstädt und der Eisenberger Bürgermeister Michael Kieslich (von links) stoßen auf ein erfolgreiches 2020 an.

Foto: Susann Grunert

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Ein neues Jahr ist immer eine gute Gelegenheit, einen Schnitt zu machen, zu bilanzieren, um für die kommende Zeit die Weichen richtig zu stellen. „Wir sollten uns fragen, wie zufrieden wir sind“, lud Bürgermeister Matthias Darnstädt (LL/BV/BI) zum Neujahrsempfang am Sonnabend in Schkölen die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, aus dem Vereins- und Kulturleben ein, ihr eigenes Fazit zu sehen.

Er selbst sprach in seiner Rede mit Blick auf das vergangene Jahr von Licht und Schatten. Mit dem Abriss maroder Häuser wie am Taubenherd habe Schkölen gewonnen, die Ende des Jahres fertig gestellte Baumaßnahme in der Eisenberger und Zschorgulaer Straße werte den Einfahrtsbereich in die Stadt zusätzlich auf. Zwischen Dothen und Kämmeritz sowie in Nautschütz konnten Straßen saniert werden – „Trotzdem haben wir noch viele Baustellen“, so Darnstädt.

Busplatz in Schkölen soll neu gestaltet werden

Die Neugestaltung des Busplatzes soll demnach 2020 eine Rolle spielen, außerdem wolle man weiteres Bauland zur Verfügung stellen. „Das Baugebiet Naumburger Straße rechts soll in diesem Jahr entwickelt werden.“ Die Bahnhofstraße und die Poppendorfer/Alfred-Kästner-Straße in Schkölen sowie die Straßen in Graitschen/Höhe und in Poppendorf müssten saniert werden.

Darnstädt beschränkte sich in seiner Ansprache, die Unternehmer Paulus Nettelnstroth im Anschluss gar als „die beste Rede, die er je gehalten hat“, lobte, nicht nur auf die Einheitsgemeinde. Der Klimawandel als globales Problem treffe auch den ländlichen Raum, darauf brauche es Antworten. „Schkölen profitiert erheblich von der Sparte der erneuerbaren Energien“, betonte der Bürgermeister. Es gibt mehrere Windparks, das Bioheizkraftwerk liefert Fernwärme für die Stadt und die ansässige Tomatenproduktion. Eine Biogasanlage sichert die Zucht afrikanischer Welse der Agrargenossenschaft, ein rund 30 Hektar großer Solarpark ist in Planung. „Für uns zahlt sich das mittlerweile nicht nur finanziell aus, es ist auch ein Standortfaktor geworden“, sagte Darnstädt. Doch wolle man die gesetzten Klimaziele bis 2030 erreichen, müsste die Notwendigkeit dafür bei jedem Einzelnen im Kopf ankommen. „Nichts ist wichtiger, als miteinander zu reden“, so der Schkölener Bürgermeister.

Neue Kulturreihe im Ratssaal

„In Schkölen wird gelebt, in Schkölen regt es sich“, sagte Pfarrerin Constanze Lenski, die seit gut neun Monaten im Amt ist. Dass so eine kleine Kirchgemeinde wie ihre es gewagt habe, auch dank zahlreicher Unterstützer die umfangreiche Sanierung des Kirchendachs in Angriff zu nehmen, mache sie stolz. „Schkölen hat sich entwickelt“, lobte Landrat Andreas Heller (CDU) in seinem Grußwort – „aber es muss auch gesehen werden.“

Für ein wunderbares Kulturprogramm sorgte Paul Enke aus Launewitz. Der Theaterregisseur, Schauspieler und Coach sang, begleitet am Klavier, alte Gassenhauer von Georg Kreisler. Das war zugleich ein vielversprechender Vorgeschmack auf eine neue Reihe von Veranstaltungen, die das kulturelle Leben in Schkölen 2020 bereichern sollen. „Wir haben vier Veranstaltungen im Ratssaal geplant“, sagte Bürgermeister Matthias Darnstädt. Auftakt dafür ist Ende März, womit genau wurde noch nicht verraten.

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