Famoses Abschlusskonzert bei Eisenberger Klavierfestival

Eisenberg  Mit einem tollen Abschlusskonzert endet das Festival „Eisenberg spielt Klavier“.

Auftritt von Bundespreisträgerin Rebekka Busch.

Auftritt von Bundespreisträgerin Rebekka Busch.

Foto: Susann Grunert

Spätestens als die Besucher des gestrigen Abschlusskonzertes von „Eisenberg spielt Klavier“ erleben durften, wie Professorin Sontraud Speidel mit drei ihrer Studenten acht­händig (!) über die Tasten des ­Instruments flog, muss ihnen bewusst gewesen sein: Hier haben wir etwas Besonderes erlebt.

Mit einem furiosen Finale schloss das viertägige Festival ab, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Stühle in der Klavierfabrik Wilhelm Steinberg reichten überhaupt nicht aus, um allen Besuchern des Abschlusskonzertes Platz zu bieten. „Es spricht sich herum, dass in Eisenberg etwas passiert“, meinte auch Kika-Moderator Juri Tetzlaff, der durch das Konzert führte.

Dafür hatte jeder der insgesamt zehn Studenten in den zurückliegenden Meisterkurs-Tagen ein eigenes Stück vorbereitet. Das hier schon richtige Meister an Klavier und Violine wirken, wurde bereits bei der ersten Interpretin, Rebekka Busch, deutlich, die mit der Geige sogar Bundespreisträgerin ist.

Doch auch die Besten könnten von Meisterkursen profitieren, wusste Professorin Maria-Elisabeth Lott von der Hochschule Detmold. „Die Kurse bieten Ideen und Inspiration, hier können die Musiker mehr Mut und Ausdruck erlernen.“ Zudem seien Konzerte wie am Sonntag immer eine tolle aber rare Möglichkeit, um sich zu präsentieren. „Deshalb sind Meisterkurse unverzichtbar, vor allem, wenn sie wie hier in Eisenberg so wahnsinnig gut ­organisiert sind. Die Studenten und wir haben das jedenfalls sehr ­genossen“, so Maria-Elisabeth Lott voll des Lobes.

Ihre Kollegin Sontraud Speidel von der Hochschule für Musik in Karlsruhe stimmte ein: „Man möchte überhaupt nicht mehr weg“, betonte sie. Die Kurse seien immer eine Mischung aus Arbeit und Vergnügen. „Aber ich freue mich, wenn sich junge Leute so für unsere Klassik einsetzen.“

Violinistin Sonmany-Heng, Spitzname „Mango“, dankte auch ihren Gasteltern für die schöne Zeit: „Ich habe jeden Tag genossen.“ Dennis Kozarov aus Bulgarien weilte sogar ­bereits das zweite Mal bei „Eisenberg spielt Klavier“: „Man fühlt sich hier einfach richtig willkommen, es ist sehr familiär – und der Kuchen und die Bratwürste schmecken auch sehr gut“, brachte der junge ­Pianist die Besucher zum Schmunzeln.

Mit langem Applaus und vielen „Bravo“-Rufen wurden die Studenten und Professorinnen schließlich verabschiedet. Die bedankten sich ihrerseits noch einmal ausdrücklich bei der „Miss-Eisenberg-spielt-Klavier“, wie es Juri Tetzlaff so schön formulierte, nämlich Alexandra Poppe von der Kulturfabrik Eisenberg, die auch dank vieler Helfer die organisatorischen Fäden des Festivals stets fest in den Händen hielt.

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