Ganz viel Natur: Ein Ferientag im Etzdorfer Trappercamp

Etzdorf.  In Etzdorf haben zehn Mädchen und Jungen die Natur entdeckt und Nistkästen gebaut.

Jule (links) und Sarah haben einen Tag ihrer Winterferien im Trappercamp von Wilfried Mengs in Etzdorf verbracht und dort Nistkästen gebaut.

Jule (links) und Sarah haben einen Tag ihrer Winterferien im Trappercamp von Wilfried Mengs in Etzdorf verbracht und dort Nistkästen gebaut.

Foto: Foto: Susann Grunert

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Autsch, das ging daneben. Jannis reibt sich den Finger. Aus Versehen hat der 10-Jährige mit der Raspel nicht das Holz, sondern den eigenen Finger erwischt. Mit dem Werkzeug glättet er die Oberfläche der hölzernen Teile, die später zu einem Nistkasten zusammengebaut werden sollen. Insgesamt zehn Mädchen und Jungen haben am Donnerstag einen Tag ihrer Winterferien im Trappercamp von Wilfried Mengs in Etzdorf verbracht. Der begann mit einem ausgiebigen Spaziergang durch den Wald. Später wärmten sich die Kinder am Lagerfeuer wieder auf, dann ging es ans Werk.

Sehr geschickt im Umgang mit Feile und Schleifpapier

Sarah war im Umgang mit Feile und Schleifpapier schon äußerst geschickt. „Mein Papa hat zu Hause eine Werkbank, da habe ich schon oft zugeschaut, wenn er etwas aus Holz gebaut hat“, erzählte sie. Die 9-Jährige hatte sich zuliebe ihrer Freundin Jule für das Trappercamp angemeldet. „Jule wollte nicht alleine sein, und als ich gesehen habe, dass es hier auch Huskys gibt, bin ich mitgekommen.“

„Wir haben dieses Mal einige neue Kinder dabei“, meinte Wilfried Mengs. Andere kannte er schon aus Sommercamps oder dem Wildnis-Abc. Auch Ralf Kretschmann aus Crossen und sein Sohn zählten zu den „Wiederholungstätern“, die schon mehrmals in Etzdorf dabei waren. „Wilfried lässt sich einfach immer wieder etwas Neues einfallen“, sagte Kretschmann. Mal führt die Tour zum Spurensuchen in die Natur, ein anderes Mal werden essbare Kräuter gesammelt, die später im Quark landen. Und außerdem: „Hier herrscht handyfreie Zone.“

Der neue Nistkasten wird auf dem Balkon aufgehängt

Die Nistkästen konnten die Kinder am Ende des Tages mit nach Hause nehmen, um sie aufzuhängen. „Sie sollen mir dann erzählen, wie es damit weitergegangen ist“, wünscht sich Wilfried Mengs, wer dort vielleicht ein- oder wieder ausgezogen ist. Die Natur zu erleben und neue Erfahrungen zu sammeln, das ist schließlich das ureigenste Anliegen des Trappercamps. „Ich hänge ihn bei uns auf den Balkon“, sagte Ronja aus Crossen. Und auch Jannis hat Verwendung für einen neuen Nistkasten, denn der Sturm hatte jüngst sein älteres Exemplar vom Baum geweht.

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