Gemeinsam stark an Gymnasium Eisenberg

Rücksichtsvolles Miteinander steht im Mittelpunkt einer Projektwoche des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Eisenberg.

Andreas Feustel (halb rechts) erläutert Schülern der sechsten Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Eisenberg im Rahmen einer Projektwoche gegen Mobbing bei der Holzmühle in Kämmeritz etwas über Gruppendynamik.

Andreas Feustel (halb rechts) erläutert Schülern der sechsten Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Eisenberg im Rahmen einer Projektwoche gegen Mobbing bei der Holzmühle in Kämmeritz etwas über Gruppendynamik.

Foto: zgt

Kämmeritz. "Gemeinsam Klasse, gemeinsam stark" lautet das Motto einer Projektwoche, die momentan für die sechsten Klassen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums veranstaltet wird.

Unter der Anleitung von Andreas Feustel, Verhaltenstherapeut der "Holzmühle Kämmeritz", einer sozialtherapeutischen Einrichtung für Suchtkranke, sollten die Schüler am Dienstag hier spielerisch einen rücksichtsvollen Umgang miteinander lernen. Das Motto des Projekts umschreibt in positiver Weise den Kern der Sache. Es geht dabei um die Prävention eines Problems, das nicht mehr nur unter Heranwachsenden ein Thema ist: das "Mobbing".

Nachdem die jungen Gymnasiasten zuvor theoretische Aspekte behandelten, um sich zum Beispiel in die Gefühlswelt von Mobbing-Opfern hinein zu denken, folgte nun der "praktische" Teil. Doch was auf den ersten Blick wie Spiel aussah, hatte einen tieferen Sinn.

Hauptsächlich handelte es sich hierbei um gemeinsam zu lösende Aufgaben, die sowohl Kommunikation als auch Kooperation erforderten. So musste sich eine kreisförmig angeordnete Gruppe auf ein Ziel zubewegen. Jeder Einzelne hielt ein Ende eines Seils in der Hand, dessen anderes Ende mit allen anderen Seilen in der Mitte verknotet war. Dabei galt es, eine Kugel auf dem in der Mitte befindlichen Knoten zu balancieren. Dass dabei die Hälfte der Schüler verbundene Augen hatte, sollte die Integration Benachteiligter simulieren. Anschließend wurde die Übung gemeinsam analysiert.

Weitere Ziele des Schul-Projekts sind die Steigerung der Selbstsicherheit jedes Einzelnen und das Erlernen des richtigen Umgangs miteinander, mit Ärger oder Misserfolgen. Dass das Projekt gut angenommen wird, bestätigt Klassenlehrerin Lisette Kettner: "Die Schüler öffnen sich und sprechen sich untereinander über Vorfälle aus, von denen wir teilweise nicht mal wussten. Wir werden so etwas auch anderen Schulen empfehlen."

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