Genossenschaftsbank in Eisenberg entwickelt sich stabil

Eisenberg.  Für das Jahr 2020 sind zum Neujahrsempfang die stärkere Digitalisierung und ein Wechsel im Vorstand der Volksbank angekündigt worden.

Die Mitglieder Heino Kirbst aus Hainspitz, Volker Sitte aus Mertendorf, Friedhelm Duderstedt aus Sachsen-Anhalt und Ulrich Last aus Hainspitz auf dem Neujahrsempfang der Volksbank Eisenberg.

Die Mitglieder Heino Kirbst aus Hainspitz, Volker Sitte aus Mertendorf, Friedhelm Duderstedt aus Sachsen-Anhalt und Ulrich Last aus Hainspitz auf dem Neujahrsempfang der Volksbank Eisenberg.

Foto: Angelika Munteanu

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Das neue Jahrzehnt, das mit dem Jahr 2020 angebrochen ist, steht für die Volksbank Eisenberg ganz im Zeichen der digitalen Transformation. Das hat Vorstand Katrin Spindler auf dem Neujahrsempfang der Volksbank am Mittwochabend angekündigt. Gemeinsam mit etwa 400 Mitgliedern und Kunden hat die Belegschaft der regionalen Genossenschaftsbank den Jahresauftakt in der Eisenberger Stadthalle gefeiert.

Um der digitalen Entwicklung im Bankwesen gerecht zu werden, wird die Volksbank Eisenberg im September 2020 ihr EDV-System umstellen, auf das neue einheitliche genossenschaftliche Bankenanwendungsverfahren agree21. „Dieses ist modern, zukunftsfähig und bietet zahlreiche neue digitale Lösungen für die Bank und ihre Kunden“, erläutert Katrin Spindler. Bereits seit Wochen sei eine zehnköpfige Arbeitsgruppe von Mitarbeitern dabei, die Umstellung vorzubereiten.

Junge Kunden wollen Finanzgeschäfte digital abwickeln

Ziel sei es, dass Finanzgeschäfte künftig verstärkt digital abgewickelt werden können. „Unsere jungen Kunden wollen das, da müssen wir mitgehen“, stellt der Bankvorstand fest. Auch im Online-Banking vollziehe sich bei den Nutzern ein Wandel von der Nutzung des Computers hin zum Smartphone. Echtzeit-Zahlungssysteme sollen künftig auch für größere Beträge bis zu 50.000 Euro möglich werden. Das kontaktlose, bargeldlose Bezahlen beispielsweise werde künftig nicht mehr mit der Karte, sondern per Handy-App erfolgen.

Vorstandschef Klaus Eulerwird sich zurückziehen

Für eine Überraschung bei den Gästen auf dem Empfang sorgte Katrin Spindler mit der Ankündigung, dass es in diesem Jahr einen Wechsel im Vorstand geben werde. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Klaus Euler, der 28 Jahre lang die Genossenschaftsbank in Eisenberg und ihr bundesweit agierendes Tochterunternehmen Ethikbank geprägt hat, werde sich allmählich aus dem operativen Geschäft zurückziehen. In den Vorstand rücken mit Toni Scheller und Thomas Meyer „zwei gut ausgebildete Eigengewächse“ der Volksbank Eisenberg nach.

Trotz widriger finanzpolitischer Rahmenbedingungen für mittelständische Finanzinstitute blickt die Volksbank Eisenberg optimistisch auf das neue Jahr. Im vergangenen Jahr wurden dafür – trotz Negativzinsen und EU-Bürokratie – Grundlagen geschaffen. Mehr als 22 Millionen Euro an Neukrediten wurden im Jahr 2019 ausgereicht, insbesondere für Investitionen im Bau, für den Konsum und für das Gewerbe, berichtete Prokurist Toni Scheller auf dem Neujahrsempfang. Die Marktposition sei zum einen bundesweit durch die Tochter Ethikbank, vor allem aber durch die Kunden in der Region gestützt worden, zog Scheller Bilanz.

Zeichen für Stabilität ist auch die gewachsene Eigenkapital-Decke der regionalen Genossenschaftsbank. Das Eigenkapital ist im Vorjahr um neun Prozent auf 41,8 Millionen Euro angewachsen. Dazu haben neue Anteile der insgesamt 3500 Genossenschaftsmitglieder in Höhe von 2,4 Millionen Euro und eine Zuführung aus dem Gewinn des Jahres 2018 in Höhe von 2,2 Millionen Euro beigetragen.

Eisenberger Genossenschaftist Förderer und Partner für die Region

Auch als Förderer ist die Volksbank im Vorjahr in der Region wieder aktiv gewesen: So wurden Vereine und soziale Projekte gefördert. Gemeinsam mit den Kunden wurden Spenden in Höhe von 2277 Euro für das Eisenberger Regelschulprojekt „Krause goes future“ zur Verbesserung der Computerausstattung gesammelt. „Darüber hinaus haben wir auch 2019 wieder unsere langjährigen Förderprojekte mit Spenden unterstützt. Jeweils 10.000 Euro gingen an unser Frauenprojekt Afghanistan Schulen, unser Ethikprojekt Hamromaya Nepal e.V. sowie das Umweltprojekt Ethecon“, berichtete der Prokurist.

Das Geschäftsergebnis und der Ausblick für das neue Jahr waren für den Bankvorstand, Genossenschaftsmitglieder, Kunden und Belegschaft Anlass, gemeinsam auf das Jahr 2020 anzustoßen. Für die musikalische Unterhaltung auf dem Neujahrsempfang sorgten das Duo „Sturmfeuer“ und die „Starflight Company“ mit Melodien aus Musicals, Operetten, mit Schlagern und Gospelsongs.

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