Geplant: Täglich bis zu 288 Corona-Schutzimpfungen

Eisenberg/Weimar.  Nachgehakt: Kassenärztliche Vereinigung Thüringen richtet Impfstellen im Saale-Holzland-Kreis ein. Die Standorte sind noch offen.

Noch ist der Impfstoff nicht da: Auch im Saale-Holzland-Kreis sollen Corona-Impfzentren eingerichtet werden.

Noch ist der Impfstoff nicht da: Auch im Saale-Holzland-Kreis sollen Corona-Impfzentren eingerichtet werden.

Foto: Franziska Gabbert / dpa

Eisenberg und Hermsdorf haben bislang als Standorte für Impfzentren für Corona-Schutzimpfungen zur Debatte gestanden. Wo sie tatsächlich eingerichtet werden, ist offen. „Im Saale-Holzland-Kreis wird es Impfstellen geben“, versichert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen auf Nachfrage. Genaue Adressen seien jedoch noch nicht final und würden auch erst zum Impfstart kommuniziert. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog.

Pro Impfstelle seien an Personal geplant ein Arzt und zwei Mitarbeiter, die impfen. „Der Arzt könnte dabei auch einen der Impfenden stellen“, sagt die KV. Hinzu kommen zwei Impfstellen-Manager pro Impfstelle, die sich um die gesamten organisatorischen Abläufe innerhalb der Einrichtung kümmern sollen und als Ansprechpartner für den Pandemiestab der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen zur Verfügung stehen.

Durchgeführt werden die Impfungen von Ärzten aus Thüringen, gegebenenfalls mit eigenem Personal. „Wir haben dazu all unsere Mitglieder angeschrieben und auf unserer Internetseite aufgerufen. Diese konnten sich natürlich für eine Region melden“, erläutert die KV Thüringen.

Pro Impfenden können bis zu 144 Impfungen am Tag durchgeführt werden. Die KV rechnet dabei mit zwölf Impfungen pro Stunde bei einer geplanten Öffnungszeit der Impfstellen von bis zu zwölf Stunden von Montag bis Freitag. Das wären bei den geplanten zwei Impfenden je Impfstelle im Kreis bis zu 288 Impfungen am Tag für Saale-Holzland-Kreis.

„Sofern in Thüringen alle Impfstellen acht Stunden täglich und an fünf Tagen die Woche mit zwei Impfberechtigten und einem Arzt besetzt sind, ist ein Impfvolumen von wöchentlich rund 29.000 Impfungen möglich“ rechnet die KV auf den gesamten Freistaat Thüringen hoch.

„Für die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission ist eine Priorisierung von vorrangig zu impfenden Personengruppen erforderlich. Diese liegt bisher aber noch nicht vor“, informiert die KV Thüringen. Grundsätzlich werde es ein Management zur Vergabe von Impfterminen für die Impfstellen auch im Saale-Holzland geben.

Auch die Einrichtung mobiler Impfteams wird von der KV Thüringen geplant – zehn mobile Impfteam für gesamt Thüringen, heißt es aus Weimar.