Raumordnungsverfahren beendet

Geplanter Kiesabbau in Ahlendorf nimmt nächste Hürde

Crossen/Ahlendorf.  Landesverwaltungsamt sieht das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar - stellt aber Bedingungen auf

Lageplan vom geplanten Kiesabbau in Ahlendorf bei Crossen.

Lageplan vom geplanten Kiesabbau in Ahlendorf bei Crossen.

Foto: Landesverwaltungsamt

Das Raumordnungsverfahren für den geplanten Kiesabbau in Ahlendorf bei Crossen ist abgeschlossen, darüber informierte gestern das Thüringer Landesverwaltungsamt. Im Ergebnis sei das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar, allerdings hat die Behörde Maßgaben und Hinweise benannt, die vom Projektträger, der LZR-Baur-Beton. als Auflagen zu beachten sind.

Geprüft wurde der Abbau von Kiessand auf einer rund 6,45 Hektar großen, derzeit landwirtschaftlich genutzten Fläche zwischen Ahlendorf und der Weißen Elster. Das erfordert den Bau eines Weges mit Straßenanbindung. Der Rohstoff soll über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren im Nassschnittverfahren abgebaut werden, danach entsteht ein bleibendes Gewässer mit einer Größe von etwa 5,8 Hektar.

Nach Eröffnung des Raumordnungsverfahrens am 21. März 2019 seien 45 Beteiligte um schriftliche Stellungnahme gebeten worden, 40 davon kamen der Aufforderung nach. Nach der öffentlichen Auslegung äußerten sich zwei Gemeinden, darunter auch die Stadt Eisenberg, sieben Vereine beziehungsweise Bürgerinitiativen und ein Bürger zum Vorhaben.

Die Einwendungen hätten sich laut dem Landesverwaltungsamt auf die durch den Abbau bedingten Eingriffe in die Natur, den Flächenverlust für die Landwirtschaft sowie auf mögliche Beeinträchtigungen auf das Grundwasser, die angrenzenden Oberflächengewässer sowie den Hochwasserschutz bezogen. Die laut landesplanerischer Beurteilung zu beachtenden 15 Maßgaben beziehen sich daher auf die Bereiche Freiraumsicherung, Landwirtschaft und Hochwasserschutz. Wesentliche Beeinträchtigungen seien auszuschließen oder auf ein Minimum zu reduzieren. Im nachfolgenden Genehmigungsverfahren würden alle fachrechtlichen Belange geprüft.

Die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens sollen zur nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe zum Kiesabbau besprochen werden, sagte gestern Uwe Berndt (Linke), Bürgermeister von Crossen, auf Nachfrage. „Dort werden wir darüber beraten, wie nun weiter verfahren wird.“ Die Gemeinde hatte sich in ihrer Stellungnahme zum Vorhaben ablehnend geäußert.

Interessierte können die landesplanerische Beurteilung auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes einsehen unter www.thueringen.de/th3/tlvwa/raumordnung

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