Großhelmsdorfer Glocke nimmt Formen an- Kinder entwarfen Zier

Großhelmsdorf  Im September wird das kleinere Pendant zur Kirchenglocke vor Ort gegossen

Zum 500. Geburtstag der Kirchenglocke von Großhelmsdorf will die Kirchgemeinde ein kleineres Pendant vor Ort gießen lassen. Aktuell wird in der Werkstatt von Friedemann Szymanowski in Leipzig die Glockenform hergestellt.

Zum 500. Geburtstag der Kirchenglocke von Großhelmsdorf will die Kirchgemeinde ein kleineres Pendant vor Ort gießen lassen. Aktuell wird in der Werkstatt von Friedemann Szymanowski in Leipzig die Glockenform hergestellt.

Foto: Friedemann Szymanowski

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Zum 500. Geburtstag der Kirchenglocke von Großhelmsdorf soll am 7. September eine kleinere, rund 40 Zentimer große Glocke vor Ort und unter freiem Himmel gegossen werden.

Die Vorbereitungen für dieses einzigartige Projekt laufen bereits seit Monaten. Aktuell stellt Friedemann Szymanowski, Bronzebildgießer und Glockensachverständiger aus Leipzig, in seiner Werkstatt die Glockenform her.

Kinder aus den Pfarrbereichen Eisenberg-Königshofen und Eisenberg-Crossen waren dazu aufgerufen, für die Glockenzier-Medaillons zu gestalten, passend zum 23. Psalm „Der Herr ist mein Hirte“. Eine Jury um Pastorin Ulrike Magi­rius-Kuchenbuch, Brigitte und Peter Schliebner, Lars Niehle, Ulrich Rosenkranz und Anke Büchner konnte aus 80 verschiedenen Entwürfen wählen.

Zwei Darstellungen, je ein Entwurf der 7- bis 12-Jährigen und einer der 13- bis 18-Jährigen, soll später auf der neuen Glocke zu sehen sein. Die Entscheidung sei sehr schwer gewesen, betonte Brigitte Schliebner im Gemeindeblatt der Kirch­gemeinde. Es sei diskutiert, eingegrenzt, begründet und geprüft worden, was sich als kreisrunde Vignette zum Thema des Guten Hirten auf einer Glocke darstellen lassen könnte. Erstaunlich viele gute Ideen seien angeklungen: „Während sich die Kinder der unteren Schuljahre auf das Hirtenthema beschränkt haben, ging es bei den Konfirmanden um den Weg: „... und ob ich schon wanderte im finsteren Tal...“

Den ersten Preis konnten schließlich Valentina Draht aus Buchheim und Lia Schwarzbach aus Eisenberg holen. Nun gilt es, die ausgewählten zeichnerischen Darstellungen in Modelliermasse zu übertragen und für den Glockenguss vorzubereiten. Alle eingereichten Bilder sollen zum Glockenfest im September in der Großhelmsdorfer Kirche ausgehängt werden. So könne die Gemeinde schauen, was junge Menschen über diesen schönen alten Psalm heute denken und empfinden.

Der Glockenguss von Großhelmsdorf wird von einem Markt umrahmt, zu dem alte Handwerkskünste erlebt werden können. Besenbinder und Schuhmacher, Schmied und Sattler, Spinnfrauen, Töpfer und Imker konnten dafür schon gewonnen werden.

Preisträger Glockenzier

- Erster Preis: Valentina Draht aus Buchheim und Lia Schwarzbach aus Eisenberg.

- Zweiter Preis: Viktor Eisenschmidt aus Großhelmsdorf und Jan Jeremias aus Königshofen

- Dritter Preis: Ella Schwarzbach aus Eisenberg, Matty Borzym aus Crossen und Emma Brack aus Walpernhain

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