Gute 270 Kinder bei den Waldjugendspiele am Rieseneck in Hummelshain

Hummelshain  16 Schulklassen und eine Kindergartengruppe aus dem Saale-Holzland bekamen viel Wissenswertes zum Thema Wald vermittelt.

Gemeinsam mit Revierförsterin Sabine Schleicher machen sich die Mädchen und Jungen der Klasse 4 der Grundschule „An der Waldsiedlung“ aus Hermsdorf auf den Weg zur ersten Station. Insgesamt 269 Kinder nahmen an den diesjährigen Waldjugendspielen teil. Foto: Frank Kalla

Gemeinsam mit Revierförsterin Sabine Schleicher machen sich die Mädchen und Jungen der Klasse 4 der Grundschule „An der Waldsiedlung“ aus Hermsdorf auf den Weg zur ersten Station. Insgesamt 269 Kinder nahmen an den diesjährigen Waldjugendspielen teil. Foto: Frank Kalla

Foto: zgt

„Hier können die Kinder wenigstens mal ihre Fragen an einen echten Förster stellen“, stellte Bernhard Zeiss, Chef des Forstamtes Jena-Holzland, einen Vorteil der alljährlichen Waldjugendspiele in den Vordergrund.

Insgesamt 34 Mitarbeiter des Forstamtes kümmerten sich gestern um die gut 270 Schülerinnen und Schüler sowie Kindergartenkinder aus Freienorla, die auf einer über drei Kilometer langen Route verschiedene Stationen absolvieren mussten.

Gefragt waren dabei Geschicklichkeit und vor allem viel Wissen rings um das Thema Wald. So mussten die Kinder beispielsweise bei der Späheraufgabe zehn verschiedene Tiere im Wald sichten und namentlich benennen. Neben Dachs oder Fuchs mussten Vögel wie der Grünspecht oder ein Eichelhäher erkannt werden. Beim Präzisionssägen und dem Umsetzen eines Holzstapels waren hingegen Geschicklichkeit und Kraft gefragt.

Luca Tristan, der mit seiner Klasse aus Orlamünde zu den Waldjugendspielen gekommen war, hatte keinerlei Berührungsängste mit dem Wald. „Wir wohnen unmittelbar am Wald, im Winter ist schon mal eine Wildschweinherde am Haus vorbeigezogen“, erzählte er.

„Da viele unserer Kinder aus der ländlichen Region kommen, ist das Thema Wald allgegenwärtig“, lautet auch die Beobachtung von Erzieherin Kathrin Senf, die mit größeren Kindern der Einrichtung „Nesthäkchen“ aus Freienorla zu den Waldjugendspielen am „Grünen Haus“ gekommen war.

Zeiss sieht derweil in den Waldjugendspielen einen Beitrag, das Areal der historischen Jagdanlage „Rieseneck“ einer intensiveren Nutzung zuzuführen. „Mit der Sanierung des Grünen Hauses könnten Schüler künftig im grünen Klassenzimmer auch außerhalb der Spiele sich mit dem Thema Wald beschäftigen“, warb er für eine rege Nutzung der Räumlichkeiten. Zudem würden die Schüler nach den Spielen oftmals mit ihren Eltern der Jagdanlage einen Besuch abstatten.

Finanziert werden die Spiele von dutzenden Sponsoren. Forstbetriebsgemeinschaften, Jäger sowie zahlreiche Institutionen würden Geld- und Sachspenden bereitstellen, erklärte Anke Gumpert vom Forstamt. Dank der reichlichen Spenden konnten die Kinder gestern Schnecken-Pokale, T-Shirts, Honig und andere Dinge mit nach Hause nehmen. Zudem erhielt jede Klasse eine vier Jahre alte Feldahorn-Pflanze.

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