Halbe Million Euro Verlust für die JES Verkehrsgesellschaft

Eisenberg.  Die JES Verkehrsgesellschaft hat aufgrund der Corona-Pandemie mit hohen Verlusten zu kämpfen.

Geschäftsführer Andreas Möller hat bei der JES Verkehrsgesellschaft mit roten Zahlen zu kämpfen.

Geschäftsführer Andreas Möller hat bei der JES Verkehrsgesellschaft mit roten Zahlen zu kämpfen.

Foto: Angelika Munteanu

Die Corona-Krise trifft die JES Verkehrsgesellschaft hart. Geschäftsführer Andreas Möller rechnet mit Einnahmeausfällen von bis zu 500.000 Euro bis zum Jahresende. Von den Ausgleichszahlungen von Bund und Land für den öffentlichen Personennahverkehr sei bisher etwa ein Zehntel des prognostizierten Verlustes im Verkehrsbetrieb angekommen. Das entspreche etwa dem Ausfall im April.

Mit der zeitweiligen Schließung der Schulen sei der Schülerverkehr, den die JES im Auftrag des Saale-Holzland-Kreises fährt und der das Hauptgeschäft ist, über Wochen weggebrochen. Auch die Berufspendler seien weitgehend ausgeblieben, da viele ins Homeoffice gingen.

Fahrgäste profitieren von Senkung der Mehrwertsteuer

Mit den Corona-Lockerungen fahren die Busse zwar wieder im „Normalbetrieb“. Die Fahrgastzahlen seien jedoch noch nicht wieder auf dem Niveau angekommen wie vor der Krise. „Es gehen noch nicht wieder alle Schüler täglich in die Schule“, stellt der JES-Chef fest. Und mancher Berufspendler nutze jetzt offenbar aus Vorsicht lieber das Auto, statt sich mit anderen Menschen in einen Bus zu setzen.

Um die Infektionsgefahr im öffentlichen Nahverkehr einzudämmen, hatte die JES Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, zum Beispiel Trennscheiben an der Fahrerkabine eingebaut und die Maskenpflicht eingeführt.

Auch wenn die Einnahmeverluste für den Verkehrsbetrieb hoch sind, soll die Senkung der Mehrwertsteuer für Fahrscheine von sieben auf fünf Prozent an die Fahrgäste weitergegeben werden. Wie im gesamten Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) wird die geplante Fahrpreissteigerung von August auf den 13. Dezember verschoben.

In Kürze gilt im Saale-Holzland wieder: Vorn einsteigen, bitte!