Heimatbilder und Erinnerungen des Eisenbergers Raimund Jugel

Eisenberg  Arbeiten des Eisenberger Künstlers Raimund Jugel sind in einer Ausstellung des Kunstvereins in der Galerie am Steinweg ausgestellt

Tochter Bärbel Pfeiffer und Enkelin Monique Rüttger in der Jugel-Ausstellung in der Galerie am Steinweg mit einem Selbstporträt des Künstlers.

Tochter Bärbel Pfeiffer und Enkelin Monique Rüttger in der Jugel-Ausstellung in der Galerie am Steinweg mit einem Selbstporträt des Künstlers.

Foto: Angelika Munteanu

Seit gestern erinnert die Galerie am Steinweg des Eisenberger Kunstvereins mit einer Personalausstellung an den Maler Raimund Jugel.

„Es ist nur ein kleiner Teil der Arbeiten, die er geschaffen hat“, sagte Bärbel Pfeiffer, die Tochter des Eisenberger Künstlers, zur Ausstellungseröffnung am Dienstagabend. Vor allem Bilder von Eisenberg, so wie Jugel die Stadt zu verschiedenen Jahreszeiten in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts gesehen hatte, werden vorgestellt. Der Ausblick aus seiner einstigen Wohnung am Pforrsbrunnen oder später ab 1960 von der neuen Genossenschaftswohnung in den Zeilbäumen aus – beispielsweise. Auch in idyllischen Gegenden des Landkreises war Raimund Jugel auf der Suche nach Motiven, wie Bilder in der Ausstellung belegen.

Die Bilder des Freizeitmalers Jugel, der einst in der Holzschuhfabrik Fischer gearbeitet hatte und später zuständig für die Finanzen bei der Gesellschaft für Sport und Technik war, sind Eigentum der Nachkommen. „In der Verwandtschaft sind die Bilder weit verstreut. Und sie sind unverkäuflich“, sagt die „angeheiratete Tochter“ des Künstlers, Bärbel Pfeiffer. Mit der Ausstellung in der Kunstgalerie wird den Eisenbergern und den Gästen der Stadt Gelegenheit gegeben, einen wichtigen Teil des Schaffens von Raimund Jugel kennen zu lernen. Zugleich ist die Schau eine Erinnerung an den Menschen Jugel, dessen Todestag sich 2018 zum 25. Mal jährt.

Auf Jugel war der Kunstverein gestoßen durch eine Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten verschiedener Eisenberger Künstler. Für die Vereinsvorsitzende Adelheid Bäger gehen die Bezüge sogar noch weiter. Die Jugel-Schau ordne sich ein in die Thematik „Zukunft braucht Erinnerung“ – das Motto der diesjährigen „Kunst im Bogengarten“ zum Tag des offenen Denkmals am 9. September von 11 bis 17 Uhr.

Die Ausstellung in der Galerie im Steinweg ist bis 30. August dienstags und donnerstags von 12 bis 17 Uhr zu sehen.